Fussball
Nach Deutschland hat auch England einen Phantomtor-Skandal

Vor wenigen Wochen war das Phantom-Tor, welches Bayer Leverkusens Stürmer Stefan Kiessling durch ein Loch im Tornetz gegen Hoffenheim erzielte, in aller Munde. Eine einmalige Sache - dachte man! Doch nun hat auch England seinen Skandal.

Marcel Staudenmann
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Der Flachschuss des Wrexham-Stürmers Cieslewicz durchs Netz hindurch. Screenshot Video

Der Flachschuss des Wrexham-Stürmers Cieslewicz durchs Netz hindurch. Screenshot Video

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In der fünften englischen Liga treffen Kidderminster und das walisische Wrexham aufeinander, normalerweise keine Partie mit besonders grossem Publikumsinteresse. Doch dank einer Szene in der 72. Minute steht das Spiel plötzlich im Mittelpunkt: Wrexham liegt mit 0:2 zurück, als sich Stürmer Adrian Cieslewicz ein Herz fasst und mit einem satten Flachschuss den gegnerischen Torhüter in der linken unteren Ecke bezwingt. Cieslewicz setzt zum Jubel an, doch zu seinem Erstaunen liegt der Ball plötzlich nicht mehr im Tor, sondern ausserhalb! Schiedsrichterin Amy Fearn gibt den Treffer nicht und entscheidet auf Abstoss.

Was war passiert? Wie in Hoffenheim hielt das Tornetz dem Ball nicht stand, sodass dieser durch ein Loch wieder aus dem Tor gelangte. Im Gegensatz zu Kiesslings Phantom-Tor wird diese Szene aber kein juristisches Nachspiel nach sich ziehen, denn nach starken Protesten der Spieler und Rücksprache mit dem vierten Offiziellen entschied die Schiedsrichterin richtigerweise doch noch auf Tor.

Genützt hat es allerdings wenig, denn nur wenige Minuten nach Wrexhams 1:2-Anschlusstreffer gelingt Kidderminster mit dem dritten Treffer die Entscheidung.