FC Basel

Nach dem Spitzenspiel ist vor dem Spitzenspiel: Der FCB vor dem Duell gegen YB

Der FC Basel um Urs Fischer (rechts) empfängt morgen YB um Adi Hütter (links) zum zweiten Spitzenspiel innert vier Tagen.

Der FC Basel um Urs Fischer (rechts) empfängt morgen YB um Adi Hütter (links) zum zweiten Spitzenspiel innert vier Tagen.

Der FC Basel empfängt morgen um 20.30 die Young Boys. Sowohl die Berner als auch die Basler sind momentan in einer guten Form. Beim FCB sorgen daher das Gerücht um einen möglichen Abgang sowie Marek Suchys Verletzung für mehr Gesprächsstoff.

Nach Luzern ist vor YB: Für den FC Basel geht es nach dem einen Spitzenspiel vom Sonntag am morgigen Mittwoch (ab 20.30 Uhr im Liveticker) gleich mit dem nächsten Knüller weiter. Waren am Sonntag noch die Luzerner der erste Verfolger der Basler, sind es jetzt die Berner – wenn auch nur aufgrund des um drei Tore besseren Torverhältnisses. 

Und auch wenn die Berner gegen Lugano am zweiten Spieltag bereits eine empfindliche und fast schon peinliche Pleite kassierten, sind sie momentan im Aufwind. Zuerst sicherten sie sich mit dem Weiterkommen gegen Shakhtar Donetsk die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb, bevor sie am Samstag im Berner Derby Thun gleich mit 4:1 abfertigten.

Vor allem die erste Tatsache konnte auch Urs Fischer, Trainer des FC Basel, begeistern: «Das ist super für den Schweizer Fussball. Was will man mehr?» Was ihn selber angeht mit Sicherheit den vierten Sieg in der Saison und damit auch den vierten Sieg am Stück gegen YB. Seit dem ersten Spiel in der letzten Saison, welches der FCB in Bern mit 3:4 knapp verloren hatte, sind die Basler gegen den ärgsten Konkurrenten in der Meisterschaft ungeschlagen. «Die Spiele der letzten Saison sind Vergangenheit», sagt aber Fischer im Vorfeld des morgigen Duells. 

«Immer ein harter Brocken»

Sowohl seine Basler als auch YB «haben in dieser noch sehr jungen Saison bereits gezeigt, zu was sie im Stande sind.» Die Young Boys vor allem, weil, sie sich von der Niederlage gegen Lugano nicht aus dem Konzept haben bringen lassen. So werde der morgige Gegner dem FCB das Leben sehr schwer machen. «YB ist immer ein harter Brocken für den FCB. Vor allem weil es für den FCB gilt, alle Spiele zu gewinnen.»

Für dieses Ziel konnte der FCB am Sonntag mit der Wende gegen Luzern Selbstvertrauen tanken. Zuerst schoss Marek Suchy den FCB zwar in Führung, bevor man zu passiv wurde und in Rückstand geriet, um das Spiel am Ende dank Marc Janko wieder zu drehen. «Dafür ist Charakter und Willen gefragt. Und die Leistung gegen Luzern spricht absolut für das Potential, das in dieser Mannschaft steckt.»

Eine Mannschaft, die mit 28 Kaderspielern noch immer sehr breit besetzt ist, auch wenn Fischer mit Andraz Sporar, Manuel Akanji (beide rekonvaleszent), Alexander Fransson (Olympische Spiele), Kevin Bua und Geoffroy Serey Die (Trainingsrückstand) auf fünf Akteure verzichten muss.

Suchy wieder fit 

Dass es keine weiteren Ausfälle zu beklagen gibt, ist dem Umstand zu verdanken, dass sich Suchy sehr schnell wieder erholt hat. Der Abwehrchef musste sich gegen Luzern auswechseln lassen, ist für YB aber wieder fit und wird demnach auch von Beginn an auflaufen, ist er doch einer der wenigen gesetzten Spieler. Für jene, auf die dies nicht zutrifft, heisst es: Warten, trainieren, aufdrängen. «Die Jungs wussten, was sie hier erwartet.»

Seydou Doumbia (rechts), hier im Zweikampf mit dem jungen Xherdan Shaqiri, bei seinem letzten Spiel für Yb am 16. Mai 2010.

Seydou Doumbia (rechts), hier im Zweikampf mit dem jungen Xherdan Shaqiri, bei seinem letzten Spiel für Yb am 16. Mai 2010.

Einer von jenen, die bislang auch schon die Bank drücken mussten, ist Seydou Doumbia. Ob und wie lange er morgen spielen wird, ist unklar. Rotiert Fischer so weiter wie in den letzten drei Spielen, dann wird er auf der Bank beginnen und dann für Janko eingewechselt werden.

Gut möglich aber auch, dass Fischer Doumbia morgen von Beginn weg bringt, ist YB doch Doumbias Ex-Verein und der Spieler sicher speziell motiviert. «Er verdankt diesem Verein schon das Eine oder Andere.» Anders als sonst habe sich Doumbia aber in den letzten Tagen angesichts des Rencontres mit seinen ehemaligen Kollegen nicht verhalten.  «Er ist Profi genug und weiss, dass er jetzt für den FCB spielt.»

Was passiert mit Boëtius?

Wie lange das bei Jean-Paul Boëtius noch der Fall ist, wird aktuell heiss diskutiert. In den ersten drei Spielen der diesjährigen Super-League-Saison kam der Holländer zu keiner einzigen Einsatzminute und wird seither mit einem Wechsel zur AC Fiorentina zu Ex-FCB-Coach Paulo Sousa in Verbindung gebracht. Fischer äusserte sich wie gewohnt zurückhaltend zu den kursierenden Gerüchten und sagte nur, dass es für Boëtius gerade so gut hätte anders kommen können. «Er hat sich aufgewärmt während den Spielen und kam dann doch nicht rein, weil sich die Situation im Spiel geändert hat.»

Boëtius setze aber nach wie vor um, was man von ihm verlange. Wenn dies nicht so wäre, würde er es angesichts des starken Kaders nicht einmal auf die Bank schaffen, so Fischer. Auf eine weitere Nachfrage wollte Fischer nur zu Protokoll geben: «Mir ist nichts bekannt von einem Wechsel.» Aber, und dies betonte auch Sportchef Georg Heitz vor Saisonbeginn: das Transferfester ist noch bis Ende August geöffnet. 

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