Tragödie
Nach dem Drama bei Paris–Roubaix: Todesfälle im Radsport sind keine Seltenheit

Nach dem Tod des Belgiers Michael Goolaerts beim Klassiker Paris–Roubaix am Sonntag trauert die Radsport-Welt. Tödliche Unglücke sind bei Radrennen keine Seltenheit. Auch bei grossen Rennen kam es schon zuvor zu Todesfällen.

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Michael Goolaerts erlitt einen Herzstillstand und verstarb später im Spital.

Michael Goolaerts erlitt einen Herzstillstand und verstarb später im Spital.

ETIENNE LAURENT

Der Rad-Klassiker Paris-Roubaix ist am Sonntag von einem Todesfall überschattet worden. Der 23-jährige Belgier Michael Goolaerts starb nach einem Sturz auf der Strecke am Abend im Spital in Lille.

Tödliche Unglücke sind bei Radrennen keine Seltenheit. In Erinnerung blieben zum Beispiel die Herzattacke bei Tom Simpson am Mont Ventoux 1967 oder der tödliche Sturz des Italieners Fabio Casartelli bei der Tour de France 1995.

Eine chronologische Auswahl von Tragödien:

Starb später im Spital: der 23-jährige belgische Radprofi Michael Goolaerts.
6 Bilder
Antoine Demoitié Antoine Demoitié, Belgien, gestorben am 27. März 2016 (Alter: 25): Er stürzte beim Frühjahrs-Klassiker Gent-Wevelgem nach rund 150 Kilometern und wurde von einem Begleitmotorrad erfasst. Demoitié erlag im Krankenhaus seinen Kopfverletzungen.
Wouter Weylandt Wouter Weylandt , Belgien, gestorben am 9. Mai 2011 (Alter: 26): Er stürzte während des Giro d'Italia auf der Abfahrt vom Bocca-Pass und starb trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche noch an der Unfallstelle.
Andrei Kiwiljow Andrei Kiwiljow, Kasachstan, gestorben am 12. März 2003 (Alter: 29): Er stürzte während der Fernfahrt Paris–Nizza schwer und erlag später Schädelverletzungen. Sein Tod war unter anderem Grund für den Weltradsportverband UCI, die Helmpflicht bei allen UCI-Rennen einzuführen.
Fabio Casartelli Fabio Casartelli, Italien, gestorben am 19. Juli 1995 (Alter: 24): Er kam auf der 15. Etappe der Tour de France in der Abfahrt vom Portet d'Aspet zu Fall, prallte dabei mit dem Kopf gegen einen Betonpfeiler und erlag drei Stunden später seinen schweren Verletzungen.
Tom Simpson Tom Simpson, Grossbritannien, gestorben am 13. Juli 1967 (Alter: 29): Er erlitt während der Tour de France 1967 bei der Auffahrt zum Mont Ventoux einen Herzstillstand aufgrund von Überanstrengung, Einnahme von verschiedenen Aufputschmitteln und Dehydrierung. Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche verstarb er noch am Rand der Strasse.

Starb später im Spital: der 23-jährige belgische Radprofi Michael Goolaerts.

KEYSTONE/EPA/ETIENNE LAURENT

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