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Nach 4:1-Sieg gegen die Slowakei auf EM-Kurs: Schweizer U21 baut Siegesserie aus

Kevin Rüegg (ganz rechts) und seine Kollegen bejubeln den 4:1-Sieg gegen die Slowakei.

Kevin Rüegg (ganz rechts) und seine Kollegen bejubeln den 4:1-Sieg gegen die Slowakei.

Das U21-Fussballnationalteam bleibt in der EM-Qualifikation ohne Punktverlust. Gegen die Slowakei siegt sie souverän.

Es ist das erklärte Ziel der Schweizer U21: Endlich wieder einmal an einer Europameisterschaft mit dabei sein. Diesem Ziel nähert sich das Team von Trainer Mauro Lustrinelli mit grossen Schritten. Das Nachwuchsteam siegt zum fünften Mal im fünften Spiel, diesmal mit 4:1 gegen die Slowakei. «Der Auftritt war gut», sagt Lustrinellli. «Aber wir sind erst in der Hälfte des Ziels. Wir haben noch fünf weitere Spiele und müssen dort ähnlich gut auftreten.»

Es ist eine technisch, feine Klinge, welche die Schweizer führen. Ganz nach dem Gusto des ehemaligen Stürmers Lustrinelli zelebrieren die Schweizer Talente auf dem Schaffhauser Kunstrasen ein beeindruckendes Kombinationsspiel. Dank einer frühen Führung nach einem Penalty von Andi Zeqiri und einer abgeklärten Spielweise muss die Schweiz nie um die drei Punkte fürchten. Auch wenn die definitive Entscheidung in der Partie einiges früher hätte fallen müssen.

Tatsächlich gibt es ein kleines Manko im Spiel der Schweizer: Manchmal ist das Team noch zu verspielt, der direkte Weg zum Tor wird nicht immer gesucht. «Wir sind halt noch jung», sagt Captain Kevin Rüegg. «Wir möchten schönen Fussball spielen. Die Verspieltheit ist auch eine Stärke von uns.» Die spielerische Qualität der Talente zeigt sich immer wieder. Sinnbildlich dafür steht das Tor zum 2:0. Der Ball läuft über mehrere Stationen, ehe Rüegg mit einem idealen Flankenball Noah Okafor findet. Brustabnahme, Volley, Tor. Das Tor ist ein Genuss. Diese Kaltschnäuzigkeit fehlt aber noch zu oft, weshalb Lustrinelli findet: «Wir müssten zur Pause deutlich höher führen.»

Tritt noch auf die Euphoriebremse: Mauro Lustrinelli.

Tritt noch auf die Euphoriebremse: Mauro Lustrinelli.

Positiver Coronafall Stammtorhüter Racioppi

Der konzentrierte Auftritt des Teams ist dennoch beeindruckend, weil die Umstände speziell sind. Wie bei Uefa-Spielen üblich, sind keine Zuschauer zugelassen, für alle Anwesenden gilt Maskenpflicht. Und vor der Partie hat das Virus unmittelbarer Einfluss auf die U21-Equipe. Stammgoalie Anthony Racioppi wird positiv getestet. Philipp Köhn ersetzt ihn tadellos. Der Gegentreffer, ein prächtiges Freistosstor von L’ubomir Tupta kurz vor der Pause, ist unhaltbar.

Nicht nur auf der Torhüterposition zeigt die Schweizer U21, dass sie über ein gutes Kader verfügt. Die Einwechselspieler sorgen nämlich für die Entscheidung zum 3:1. Dan Ndoye staubt mit seinem ersten Ballkontakt ab, nachdem der Freistoss von Kastriot Imeri an der Latte gelandet war. Für den Schlusspunkt sorgt erneut Zeqiri.

Doppeltorschütze Andi Zeqiri (links).

Doppeltorschütze Andi Zeqiri (links).

Seit 2011, als die U21 das EM-Final erreichte, hat sich kein Schweizer Nachwuchsteam für eine Endrunde qualifiziert. Dass die derzeitige U21 dafür bereit wäre, zeigt sie in den bisherigen Auftritten eindrücklich. Lustrinelli schwärmt: «Der Hunger nach Erfolg ist bei den Jungs enorm gross.» Und Captain Rüegg ergänzt: «Wir wollen unbedingt Erfolg haben zusammen. Denn wir wissen, dass wir ein richtig guter Jahrgang sind.» Der Schweizer Nachwuchs ist wieder voller Selbstvertrauen.

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