12-Meter-Sturz
Muskeln, Gras und Hanglage – wie Schwingerkönig Glarner den Gondelsturz überlebt hat

Matthias Glarner zog sich bei seinem 12-Meter-Sturz eine Beckenringsprengung und eine schwerere Sprunggelenksverletzung zu. Dabei hätte es noch weit schlimmer kommen können. Glarners Chef, der VR-Präsident der Bergbahnen Meiringen-Hasliberg, sagt: «Gott sei Dank ist Matthias so muskulös. Ohne Muskeln wäre er gelähmt oder tot.»

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Matthias Glarner
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Die Bergbahn in Meiringen-Hasliberg: Glarner stürzte von einer dieser Gondeln 12 Meter in die Tiefe.
Glarner wurde nach seinem Unfall ins Berner Inselspital geflogen und am Dienstagabend dort operiert.
Professor Klaus Siebenrock vom Inselspital sagt: «Das Becken hat sich ohne Probleme mit einer Platte und Schrauben stabilisieren lassen.»
Glarners Höhepunkt: 2016 wird er Schwingerkönig.
Matthias Glarner musste mit der Rega ins Spital

Matthias Glarner

Der Chef von Schwingerkönig Matthias Glarner schildert im Blick, wie er das Drama um den 12-Meter-Sturz erlebt hat. «Der Unfall geschah um 07:55 Uhr. Meine erste Frage war, wie es Matthias geht. Man sagte mir, dass er im Gras sitzen und antworten würde – er war also ansprechbar. Das war eine riesige Erleichterung», sagt Hanspeter Wenger von den Bergbahnen Meiringen-Hasliberg.

Er habe es kaum glauben können, das Glarner 12 Meter in die Tiefe gestürzt sei. «Unglaublich. Mein erster Gedanke war: Gott sei Dank ist Matthias so muskulös. Ohne Muskeln wäre er gelähmt oder tot – das bestätigten auch die Ärzte», so Wenger weiter.

«Erstens: Unter jedem Masten ist auch eine Betonplatte. Kaum zu denken, was bei einem Aufprall passiert wäre. Zweitens: Matthias fiel in die Wiese, nicht auf Steine oder Geröll. Drittens: An der Stelle seines Absturzes ist es steil. Es ist wie beim Skifahren: Stürzt man ins Flache, erwischt es einen viel schlimmer. Viertens: In der Nacht davor hatte es lange geregnet. Der Boden war dadurch nicht mehr hart wie Beton, sondern aufgeweicht», sagt Wenger weiter zum «Blick».

So wurde Matthias Glarner 2016 Schwingerkönig:

Eidgenössisches Schwingfest 2016 in Estavayer: König Matthias Glarner wird gekränzt.
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Der Sieger geniesst.
Berner Matthias Glarner freut sich als neuer Schwingerkönig mit Albert Bachmann, OK-Präsident Estavayer 2016
Da gibts auch ein paar Tränen.
König Matthias Glarner neben dem Siegermuni «Mazot de Cremo» und Miss Schweiz Lauriane Sallin.
Ein Prachtsmuni.
Applaus für den Sieger.
Eine Guggenmusik spielt während dem Festakt.
Dürfen auch nicht fehlen: Alphornbläser.
Momente des Glücks.
Momente des Glücks.
Momente des Glücks.
Momente des Glücks.
Momente des Glücks.
Der neue Schwingerkönig wird auf die Schultern genommen.
Glarner, der umjubelte König.
Ein sichtlich erschöpfter und erleichterter Schwingerkönig.
Es ist passiert!
Glarner hat es geschafft: Orlik liegt besiegt vor ihm im Sägemehl.
Hier war es schon fast vorbei: Orlik liegt auf dem Rücken, aber ausserhalb des Sägemehls.
Es ist ein offener Schlagabtausch zwischen Glarner und Orlik im Schlussgang.
Die beiden Königs-Anwärter schenken sich nichts.
Der Bündner Armon Orlik.
Der Berner Matthias Glarner.
Der Bündner Armon Orlik.
Der Berner Matthias Glarner.
Der Bündner Armon Orlik.
Der Berner Matthias Glarner.
Der Bündner Armon Orlik.

Eidgenössisches Schwingfest 2016 in Estavayer: König Matthias Glarner wird gekränzt.

Keystone

Am Donnerstag äusserte sich Glarner selbst zum Unfall: «Ich bin froh, dass die Operationen plangemäss verlaufen sind. Ich bin mir auch bewusst, dass ich sehr viel Glück gehabt habe», sagt Glarner in einer Medienmitteilung.

(amü/watson.ch)