Super League
Munas Dabbur kehrt aus Österreich zu den Grasshoppers zurück

Die Grasshoppers stemmen sich gegen den freien Fall in der Super League und holen Munas Dabbur aus Österreich zurück. Der 24-jährige israelische Stürmer verstärkt die Zürcher leihweise für den Rest der Saison.

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Munas Dabbur kehrt von RB Salzburg zu GC zurück.

Munas Dabbur kehrt von RB Salzburg zu GC zurück.

Keystone

GC-Sportchef und -CEO Manuel Huber bezeichnete das Leihgeschäft zu Recht als "Win-win-Situation". Dabbur, der die Grasshoppers im Sommer 2015 für 6 Millionen Euro Richtung Red Bull Salzburg verliess, hat sein Glück in Salzburg (noch) nicht gefunden. Im ersten halben Jahr in der österreichischen Bundesliga erzielte er nur zwei Tore. Für GC hatte er in 92 Pflichtspielen 49 Mal getroffen.

Seine Situation bei Salzburg habe sich durch das europäische Aus vor der Winterpause erschwert, er sei einer von fünf, sechs Stürmern im Kader gewesen, so Dabbur. Von seinem zweiten Gastspiel bei GC erhofft er sich mehr Spielpraxis. Eine Erwartung, die sich erfüllen dürfte: «Er wird am Sonntag gegen Sion ein erstes Mal zum Einsatz kommen», kündigte Huber an.

GC kann Dabburs Torgefahr dringend gebrauchen. In den beiden Spielen nach der Winterpause und dem Abgang von Captain Kim Källström blieb das Team von Pierluigi Tami gegen Thun (0:1) und Lugano (0:3) ohne Torerfolg. Von den letzten zehn Liga-Spielen gewann GC nur eines. Der Vorsprung auf das Schlusslicht Vaduz ist vor dem nächsten Spiel am Sonntag zu Hause gegen Sion auf fünf Punkte geschmolzen. «Munas kann der Mannschaft einen Ruck geben», sagte Huber. «Doch alleine wird er es nicht richten können. Die ganze Mannschaft muss sich steigern.»

Finanzielle Situation ist angespannt

Finanziell kämpft GC weiter darum, keine weiteren einschneidenden Sparmassnahmen einleiten zu müssen. Die Situation sei prekär, sagte Huber. Ohne Transfererlöse liesse sich das Defizit nicht mehr lange decken, sollten keine neuen Investoren einsteigen. Gegenüber vor drei Jahren muss GC mit 5 Millionen Franken weniger jährlich auskommen. In der aktuellen Situation von den europäischen Rängen zu träumen, sei unrealistisch, so Huber. Zumindest sei er optimistisch, dass GC am 3. März die Lizenz nicht verweigert werde.