Für Sauber ging das Wochenende so weiter, wie es begonnen hatte. Nachdem sich das Team im verregneten Qualifying bei der Reifenwahl arg verpokert hatte, gingen Sergio Perez und Kamui Kobayashi im Rennen leer aus. Perez wurde nach einem hervorragenden Start in der 12. Runde ein Zweikampf mit Pastor Maldonado zum Verhängnis. Die Schuld am Ausfall von Perez lag nicht beim Mexikaner selber, sondern beim Williams-Fahrer aus Venezuela.

Einen groben Fauxpas leistete sich Kamui Kobayashi. Der Japaner fuhr beim Einparkieren für den zweiten Boxenstopp die eigenen Mechaniker über den Haufen. Kobayashi verlor dadurch viel Zeit, statt in den Punkterängen beendete er das Rennen nur auf dem 11. Platz. Beim nächsten GP in zwei Wochen in Hockenheim kann es für die Hinwiler Equipe eigentlich nur besser kommen.

An der Spitze fuhr der aus der Pole-Position gestartete Fernando Alonso lange Zeit seinem 30. GP-Sieg entgegen. Doch vier Runden vor Schluss musste sich der Spanier dem Australier Mark Webber beugen. Der Red-Bull-Fahrer feierte seinen zweiten Saisonsieg nach Monte Carlo und den neunten seiner Karriere.

Hinter Webber und Alonso überquerten deren Teamkollegen die Ziellinie. Weltmeister Sebastian Vettel wurde Dritter, Felipe Massa erreichte als Vierter sein bisher bestes Saisonresultat. Dritte Kraft im Rennen war Lotus-Renault mit Kimi Räikkönen auf dem 5. und dem Franco-Schweizer Romain Grosjean auf dem 6. Platz. Grosjean hatte früh einen Reparaturstopp einlegen müssen.

Michael Schumacher hätte lieber Regenwetter gehabt. Auf trockener Piste fiel der Deutsche vom 3. Startplatz in den 7. Schlussrang zurück. Die beiden Lokalhelden Lewis Hamilton und Jenson Button mussten sich mit den Rängen 8 und 10 bescheiden.

Alonso und Webber sind die beiden einzigen Fahrer mit zwei Saisonsiegen und belegen folgerichtig auch im WM-Klassement die Plätze 1 und 2. Der Ferrari-Star weist nach seinem fünften Podestplatz in Folge noch 13 Punkte Vorsprung auf.

Silverstone. Grand Prix von Grossbritannien. Schlussergebnis nach 52 Runden: 1. Mark Webber (Au), Red Bull-Renault. 2. Fernando Alonso (Sp), Ferrari, 3,0 Sekunden zurück. 3. Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault, 4,8. 4. Felipe Massa (Br), Ferrari, 9,5. 5. Kimi Räikkönen (Fi), Lotus-Renault, 10,3. 6. Romain Grosjean (Fr/Sz), Lotus-Renault, 17,1. 7. Michael Schumacher (De), Mercedes, 29,1. 8. Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes, 36,4. 9. Bruno Senna (Br), Williams-Renault, 43,3. 10. Jenson Button (Gb), McLaren-Mercedes, 44,4. 11. Kamui Kobayashi (Jap), Sauber-Ferrari, 45,3. - Out u.a.: Sergio Perez (Mex), Sauber-Ferrari.

WM-Stand (9/20): 1. Alonso 129. 2. Webber 116. 3. Vettel 100.