Der 28-jährige Emmentaler startete von der sechsten Position aus sehr gut und übernahm schon in der zweiten Runde Rang zwei. Als der 125er-Weltmeister von 2005 drei Runden später seinen französischen Kalex-Rivalen Johann Zarco überholte, konnten sich die drei härtesten Verfolger nicht mehr im Windschatten halten.

Nach 26 Runden auf der 4,185 km langen Strecke überquerte Lüthi die Ziellinie mit 1,767 Sekunden Vorsprung auf Weltmeister Tito Rabat. Johann Zarco als Dritter lag 3,760 Sekunden zurück, Sam Lowes als Vierter 4,076 Sekunden. Vor fast genau zehn Jahren hatte Lüthi auf dieser Strecke sein erstes Rennen gewonnen, zwei weitere Triumphe folgten 2006 und 2012.

In der WM rückte der nun zehnfache GP-Sieger nach seinem 203. WM-Rennen auf Rang zwei vor und liegt nach fünf Rennen 21 Punkte hinter Zarco. Als Dritter folgt der Deutsche Jonas Folger (57 P.), der wie Pole-Mann Alex Rins durch Sturz ausschied.

Von den vier anderen Schweizern erreichten Dominique Aegerter als Zehnter (19,531 zurück) und Randy Krummenacher als Zwölfter (29,646) zum dritten mal im fünften Saisonrennen WM-Punkte und zugleich ihre beste Klassierungen in diesem Jahr. Robin Mulhauser beendete das Rennen im 20. Rang, Rookie Jesko Raffin wurde 24.

In der Königsklasse wird es für Marc Marquez, dem Weltmeister der beiden letzten Saison, immer schwieriger, seinen Titel zu verteidigen. Dem spanischen Pole-Mann reichte es in Le Mans im Rennen nur zu einem vierten Rang mit 19,890 Sekunden Rückstand. Yamaha feierte einen Doppelsieg: Jorge Lorenzo, der schon vor zwei Wochen in Jerez siegte, gewann 3,820 Sekunden vor dem neunfachen Weltmeister Valentino Rossi. Der 36-jährige Italiener, der als einziger MotoGP-Pilot in jedem der fünf Rennen auf dem Podest stand, hat in der WM mit jetzt 102 Punkten 15 Zähler Vorsprung auf Lorenzo und 19 Zähler auf Andrea Dovizioso auf Ducati, der auf Ducati Dritter wurde. Marquez hat als Vierter liegt bereits 33 Punkte zurück.

Ein verrückte Aufholjagd zeigte im Moto3-Rennen WM-Leader Danny Kent. Der 21-jährige Brite kämpfte sich von Startplatz 31 bis auf Rang 4 vor und verpasste seinen vierten Sieg in Serie nur 0,693 Sekunden. Valentino-Rossi-Schützling Romano Fenati siegte vor seinen italienischen Landsleuten Enea Bastianini und Francesco Bagnaia.