Der 31-jährige Schweizer Tom Lüthi blieb auch in Österreich ohne WM-Punkte. Der Emmentaler verlor schon nach der ersten Runde den Anschluss und fuhr einsam als 22. und Letzter über die Ziellinie. Auf Sieger Lorenzo Jorge  verlor er nach 28 Runden auf dem 4,318 km langen Red-Bull-Ring über 54 Sekunden, zu Rang 15 fehlten 24 Sekunden.

Nichts neues also. Dafür konnte der Schweizer neben der Rennstrecke mit Informationen aufwarten: Er fährt 2019 wieder in der Moto2-WM. Lüthi hat für zwei Jahre beim deutschen Dynavolt-Intact-Team unterschrieben.

Der gescheiterte Traum

Auf diese Saison hin hatte sich der 125er-Weltmeister von 2005 seinen Traum von der Königsklasse erfüllt. Doch die Erfolge im Marc-VDS-Team blieben bisher aus: Der 31-jährige Lüthi hat auf seiner Honda in den ersten elf Rennen noch keinen WM-Punkt gewonnen. Teamkollege Franco Morbidelli sammelte hingegen auf der Honda bereits 22 WM-Zähler.

Vor dem Warm-Up-Training zum GP von Österreich gaben Lüthi und sein Manager Daniel M. Epp offiziell bekannt, wie die Zukunft aussehen wird: Lüthi hat für zwei Jahre beim deutschen Team Dynavolt Intact unterschrieben, das mit Kalex-Maschinen unterwegs ist.

Lüthi ist froh, nächstes Jahr wieder um den WM-Titel fahren zu können. 2016 und 2017 war er in der mittleren WM-Kategorie WM-Zweiter geworden. «Ich bin voll motiviert und freue mich nach schwierigen Monaten in einem Team mit einer Top-Struktur wieder richtig angreifen und um den Titel kämpfen zu können.»

Auch Aegerter verpasst WM-Punkte

Auch Dominique Aegerter verpasste im Moto2-Rennen die Punkteränge nur knapp. Der 27-jährige Oberaargauer klassierte sich im 17. Rang.

Geprägt wurde das Rennen von den zwei Fahrern, die auch in der Gesamtwertung der Konkurrenz schon weit enteilt ist. Francesco Bagnaia und Miguel Oliveira lösten sich fast im Minutentakt an der Spitze ab, in der letzten Kurve auf dem 4,318 km langen Red-Bull-Ring gelang dem 21-jährigen Italiener das entscheidende Manöver gegen den 23-jährigen Portugiesen. Bagnaia hat sich mit seinem fünften Saisonsieg die WM-Führung von Oliveira zurück erkämpft und weist nach elf Rennen drei Punkte Vorsprung auf (189:186).

Aegerter, der von Position 19 aus ins Rennen ging, konnte auf seiner KTM nie in die Entscheidung eingreifen. Am Schluss blieb Rang 17 mit 1,049 Sekunden Rückstand auf den letzten Punkterang.

Im Moto3-Rennen baute der Italiener Marco Bezzecchi mit seinem zweiten Saisonsieg die WM-Führung aus. Der 19-jährige KTM-Fahrer liegt nun zwölf Zähler vor dem Spanier Jorge Martin (158:146), der das Rennen in Spielberg im dritten Rang beendete.