Dem routinierten Berner, der in seiner ersten MotoGP-Saison noch ohne WM-Punkte dasteht, gelang in Jerez im Qualifying eine deutliche Steigerung gegenüber den vorangegangenen Trainings. In diesen hatte er den Vorstoss in die Top 20 jeweils verpasst.

Lüthi fehlten am Samstagnachmittag mit seiner schnellsten Runde zwei Zehntel auf seinen Teamkollegen Franco Morbidelli und ebenfalls nur vier Zehntel, um gar erstmals den ersten Teil des MotoGP-Qualifyings zu überstehen und im Rennen von einer Top-12-Position starten zu können. "Endlich ist mir ein gutes Qualifying gelungen. Das war auf jeden Fall mein bestes in der MotoGP", sah es auch Lüthi sehr positiv.

Hoffnung auf die ersten Punkte

Die Probleme vom Vortag, als er bei verhältnismässigen hohen (Asphalt-)Temperaturen über fehlenden Hinterrad-Grip klagte, hatte der letztjährige Moto2-WM-Zweite recht gut im Griff. Auch Lüthis Zeiten über mehrere Runden lassen gar die Hoffnung zu, dass er im Rennen um einen Top-15-Platz wird kämpfen können. "Über die gesamte Renndistanz könnten die nachlassenden Reifen schon etwas zu einem Problem werden. Das müssen wir noch besser in den Griff bekommen." Die Analyse der Konkurrenten habe allerdings gezeigt, dass die meisten von ihnen sich mit den gleichen Problemen herumschlagen müssten, so Lüthi.

Die Pole-Position für das vierte von 19 Saisonrennen sicherte sich Cal Crutchlow. Neben dem Honda-Werkfahrer aus Grossbritannien komplettieren der Spanier Dani Pedrosa (Honda) und der Franzose Johann Zarco (Yamaha) die erste Startreihe. Für den MotoGP-Titelverteidiger Marc Marquez blieb beim Heim-GP nur Startposition 5.