In den Kampf um den Sieg konnten Lüthi und Aegerter allerdings zu keinem Zeitpunkt eingreifen. Am Ende lag das Schweizer Duo um mehr als acht Sekunden hinter Start-Ziel-Sieger Esteve Rabat zurück. Der Spanier siegte mit gut drei Sekunden Vorsprung vor seinem Kalex-Teamkollegen Mika Kallio (Fi), dessen Rückstand im WM-Klassement gegenüber Rabat um fünf auf zwölf Punkte anwuchs (208:196). Aegerter ist in dieser Wertung mit 123 Punkten nach wie vor Vierter, Lüthi (81) Sechster.

Die Suter-Markenkollegen Lüthi und Aegerter beharkten sich (auf faire Weise) während der gesamten 20 Runden auf dem Traditions-Circuit in Tschechien. Mit einem seiner gewohnten Blitzstarts war Aegerter noch vor der ersten Kurve an Lüthi vorbeigeschossen. In der vierten Runde jedoch setzte sich Lüthi wieder vor seinen Kantonskollegen. In der Folge führte der routiniertere der zwei Berner die Verfolgung auf das Spitzentrio an, ohne jedoch den Kontakt an den letztlich drittklassierten Deutschen Sandro Cortese wieder herstellen zu können. Aegerter seinerseits kam nicht mehr an Lüthi vorbei.

Randy Krummenacher (24.) und Robin Mulhauser (30.), der zu Rennmitte wegen eines Konkurrenten stürzte, aber weiterfahren konnte, besassen in Brünn nie die Aussicht auf WM-Punkte.

In der MotoGP-Klasse musste der spanische Seriensieger Marc Marquez wieder einmal eine Niederlage einstecken. Nach zehn Triumphen in ebenso vielen Saisonrennen wurde der Titelverteidiger in Brünn nur Vierter. Der Sieg ging stattdessen an Marquez' Honda-Teamkollegen Dani Pedrosa. Der Spanier gewann seinen 49. GP mit vier Zehnteln Vorsprung vor seinem Landsmann Jorge Lorenzo. Im Kampf um Platz 3 setzte sich Valentino Rossi gegen Marquez, der erstmals seit letztem Oktober eine Top-3-Platzierung verpasste, deutlich durch. In der WM-Wertung führt Marquez allerdings nach wie vor mit dem beruhigenden Vorsprung von 77 Punkten vor Pedrosa (263:186).

Sehr spannend verlief das Rennen in der Moto3-Kategorie, das überraschend von Alexis Masbou gewonnen wurde. Hinter dem erstmals überhaupt siegenden Franzosen klassierten sich 15 weitere Fahrer innerhalb von zwei Sekunden. Zu erwähnen noch der grosse Irrtum, der Alex Rins unterlief. Der Spanier, der eine Runde vor Schluss in Führung lag, glaubte gewonnen zu haben und jubelte über den vermeintlichen Sieg. Am Ende klassierte sich Rins nur als Neunter.