Formel 1
Russische Investoren wollen die Mehrheit an Sauber-Rennstall

Die russischen Sauber-Partner wollen für ihr Investment von rund einer halben Milliarde Franken die Mehrheit am Rennstall. Peter Sauber soll Ehrenpräsident werden. CEO Monisha Kaltenborn darf bleiben, bekommt aber einen Aufpasser zur Seite gestellt.

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Monisha Kaltenborn und Peter Sauber: Müssen sie die Mehrheit am Formel-1-Rennstall an die russischen Investoren abgeben?

Monisha Kaltenborn und Peter Sauber: Müssen sie die Mehrheit am Formel-1-Rennstall an die russischen Investoren abgeben?

Keystone

«Der Einfluss der russischen ¬Seite wird sehr gross sein», sagt der an den Verhandlungen beteiligte Geschäftsmann Jurij Pinter der «Sonntagszeitung». Eigenen Angaben zufolge hat Pinter das Konzept für die schweizerisch-russische Partnerschaft ausgearbeitet. Nun legt er weitere Details dazu offen.

Will Alonso zu Red Bull

Vizeweltmeister Fernando Alonso zieht nach Medienberichten einen Wechsel von Ferrari zu Sebastian Vettels Weltmeister-Rennstall Red Bull Racing in Erwägung. Das berichten «Sport Bild» und «Auto Bild Motorsport». Alonsos Management habe im Vorfeld des Grossen Preises von Ungarn Kontakt zu Red-Bull-Teamchef Christian Horner aufgenommen. «Sport Bild» will eine Bestätigung aus Red-Bull-Kreisen erhalten haben, die Gespräche gingen demnach aber klar von Ferrari aus.

Red Bull wollte das Gerücht gegenüber der Nachrichtenagentur SID weder bestätigen noch dementieren. «Ich weiss nichts davon», sagte Sprecherin Barbara Proske: »Wenn es ein Treffen gegeben hat, dann war es ein privates Treffen. Und solche kommentieren wir nicht.»

In der Frage, wer die Nachfolge von Vettels Stallrivalen Mark Webber (Australien) antreten wird, lief zuletzt alles auf eine Entscheidung zwischen Lotus-Pilot Kimi Räikkönen (Finnland) und Toro-Rosso-Fahrer Daniel Ricciardo hinaus. Eine Entscheidung hatte Horner bis zum Rennen in Monza (8. September) angekündigt.

Der Rennstall soll sich in ein russisches Unternehmen wandeln - mit Sauber als Ehrenpräsidenten. Er und Rennstallchefin Monisha Kaltenborn sollen nach der Machtübernahme weniger als 50 Prozent Aktienanteil am Unternehmen halten. Bislang ist Sauber Mehrheitsaktionär.

Die neuen Investoren wollen auch neues Personal an der Sauber-Spitze: Chefin Kaltenborn soll ihren Posten - anders als ursprünglich geplant - zwar nicht unmittelbar verlieren. Ihr werde ein Co-CEO an die Seite gestellt, so Pinter. Die Personalie soll bereits feststehen, einen Namen möchte Pinter aber nicht nennen.

Auch Peter Sauber soll beim Rennstall weiter eine Rolle spielen - als Ehrenpräsident. (rsn)