Formel 1

Regeländerungen wegen der Corona-Krise

Der FIA-Präsident Jean Todt bei seinem Besuch im Februar beim Schweden-Rallye.

Der FIA-Präsident Jean Todt bei seinem Besuch im Februar beim Schweden-Rallye.

Die Formel 1 soll angesichts der Coronavirus-Krise schneller handeln können. Der Automobil-Weltverband FIA gibt dafür eine Reihe von Regeländerungen bekannt.

So können zum Beispiel die Regelbehörde FIA und die Formel 1 Änderungen im Rennkalender ohne Abstimmung vornehmen.

Weiter bedürften bestimmte Regelanpassungen in dieser Sondersituation der Zustimmung von nur noch 60 Prozent der Teams, also sechs von insgesamt zehn. Auch FIA-Boss Jean Todt soll in "dringlichen Angelegenheiten" mehr Handlungsspielraum bekommen.

Zudem hat der Motorsport-Weltrat die Verschiebung der eigentlich für 2021 geplanten Regel-Revolution abgesegnet. Aus Kostengründen sollen die Massnahmen erst ab der Saison 2022 greifen. Darüber hinaus wird das von Mercedes bei den Tests in diesem Jahr präsentierte DAS (Dual Axis Steering) für 2021 verboten. Das Weltmeister-Team hatte mit dieser dualen Achsen-Steuerung bei anderen Rennställen für Verblüffung gesorgt.

Für das kommende Jahr sollten sich die Autos in der Rennserie eigentlich massiv verändern. Sie sollten schwerer und etwas langsamer werden, auch die Aerodynamik sollte sich verändern. Auf diese Weise wollen die Regelhüter für mehr Chancengleichheit und spannendere Formel-1-Rennen sorgen. Nun können die Teams die längst begonnene und kostenintensive Entwicklungsarbeit etwas verschieben.

Die Formel 1 wollte in dieser Saison die Rekordanzahl von 22 Rennen absolvieren. Angesichts der Coronavirus-Pandemie wurden die ersten acht Grand Prix 2020 aber entweder verschoben oder abgesagt. Die Serie plant derzeit mit 15 bis 18 Rennen.

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