Mit dieser neuen Aufstellung werde Mercedes-Benz in Serien an beiden Enden des Motorsportspektrums antreten, hiess es in einer Medienmitteilung. Für die deutsche Rennserie ist das Aus von Mercedes ein harter Schlag. Die Formel E kann sich dagegen über den Einstieg eines weiteren deutschen Autobauers freuen. Nach Audi verkündete jüngst auch BMW seinen Einstieg mit einem Werksteam in die elektrische Rennserie von der Saison 2018/19 an. Audi nimmt bereits ab Dezember den Startplatz des Teams Abt Sportsline mit einem eigenen Werksrennstall ein.

Mercedes hatte sich für 2018 eine Option auf einen Startplatz in der Formel E gesichert. "Ich freue mich, dass wir die bestehende Einstiegsoption um ein Jahr bis zur Saison 2019/20 erweitern konnten. So haben wir die Zeit, die Serie kennenzulernen und uns adäquat auf den Einstieg vorzubereiten", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

"Heute ist ein grossartiger Tag, weil wir Mercedes in der Formel-E-Familie begrüssen dürfen", sagte Alejandro Agag, Gründer und Geschäftsführer der Formel E. "Damit wächst die steigende Zahl der Hersteller, die sich an der elektrischen Revolution beteiligen." Der Waadtländer Sébastien Buemi gewann in der vergangenen Saison den Titel in der Formel E und führt die Rangliste zwei Rennen vor Schluss auch diesmal wieder an.

Am Engagement von Mercedes in der Formel 1 soll sich durch den Einstieg in die Formel E nichts ändern. Die Silberpfeile hatten dort zur Saison 2010 ihre Rückkehr als Werksteam gefeiert. In den vergangenen drei Jahren holte Mercedes die Titel in der Fahrer und in der Konstrukteurswertung.