Motorrad

Lüthi auf Rang 7 - Sieg für Marini

Tom Lüthi klassiert sich im GP von Thailand im 7. Rang und liegt in der WM-Wertung vier Rennen vor Schluss 46 Zähler zurück: «Ich gebe aber nicht auf», sagt der kämpferische Emmentaler.

Der von Position acht gestartete Lüthi verlor nach 24 Runden auf dem 4,554 km langen Kurs 12,5 Sekunden auf den souveränen Sieger Luca Marini aus Italien. Marini, der Halb-Bruder von Valentino Rossi, feierte auf seiner Kalex mit über zwei Sekunden Vorsprung auf das KTM-Duo Brad Binder und Iker Lecuona souverän seinen zweiten GP-Sieg. Der 22-Jährige hatte sich schon in der dritten Runde an die Spitze gesetzt und von seiner Konkurrenz abgesetzt.

"Ich hätte ums Podest mitkämpfen können, die Pace stimmte. Aber leider verlor ich nach einem Zwischenfall mit Lorenzo Baldassarri rund drei Sekunden. Das verträgt es in dieser engen Kategorie einfach nicht", kommentierte Lüthi das Rennen.

WM-Leader Marquet defensiv

Der WM-Leader Alex Marquez, der von der Pole-Position gestartet war, riskierte wenig und wurde direkt hinter seinem Teamkollegen Augusto Fernandez Fünfter. Der Spanier gewann mit elf Zählern zwar nur zwei mehr als Lüthi, baute seine WM-Führung aber trotzdem aus. Der 23-Jährige führt nun vier Rennen vor Saisonende mit 224 Punkten vor Fernandez (184), Binder (180) und Lüthi (178), der Rang 4 in der Gesamtwertung verteidigte, weil der Spanier Jorge Navarro (175) nicht über Platz 17 hinauskam.

Lüthi: "Mir jetzt Gedanken über den Titel zu machen, wäre wohl etwas daneben. Aber im Kampf um den zweiten Rang bin ich voll dabei. Ich gebe nicht auf." Der 33-jährige Lüthi, der in Buriram seinen 150. GP in der Moto2 bestritt (total 282), stand bisher am Ende einer Saison dreimal auf dem Podest: 2005 als Weltmeister in der 125er-Kategorie sowie 2016 (41 Punkte hinter Johann Zarco) und 2017 (65 Zähler hinter Franco Morbidelli) als Zweiter in der Moto2-Kategorie.

Für das nächste Rennen in zwei Wochen in Japan ist Lüthi zuversichtlich: "Wir sind an der Spitze dran. Ohne den Zwischenfall heute hätte ich ums Podest gekämpft." Auch die Erinnerungen an Japan stimmen Lüthi optimistisch: Dort stand er schon fünfmal auf dem Podest, 2014 und 2016 ganz zuoberst.

Wieder keine Punkte für Aegerter

Die beiden anderen Schweizer blieben auch in Thailand ohne Erfolgserlebnis. Der 29-jährige Dominique Aegerter verpasste als 16. die Punkteränge um 1,5 Sekunden und blieb zum 12. Mal in dieser Saison ohne zählbares Ergebnis. Und der 23-jährige Zürcher Jesko Raffin klassierte sich bei seiner Rückkehr im NTS-Team, für das er auch 2020 fahren wird, im 21. Rang.

Arenas siegt in der Moto3

In der Moto3 baute Lorenzo Dalla Porta dank eines 2. Ranges hinter dem Spanier Albert Arenas seine WM-Führung um 20 auf 22 Punkte aus. Der Italiener profitierte dabei von einem Sturz seines ersten Verfolgers Aron Canet aus Spanien.

Resultate

Moto2 (24 Rd/109,296 km): 1. Luca Marini (ITA), Kalex, 38:40,882 (169,5 km/h). 2. Brad Binder (RSA), KTM, 2,296. 3. Iker Lecuona (ESP), KTM, 2,544. 4. Augusto Fernandez (ESP), Kalex, 2,585. 5. Alex Marquez (ESP), 2,919. Ferner: 7. Tom Lüthi (SUI), Kalex, 12,500. 16. Dominique Aegerter (SUI), MV Agusta, 18,707. 17. Jorge Navarro (ESP), Speed Up, 20,985. 21. Jesko Raffin (SUI), NTS, 34,863. - Schnellste Runde (6.): Marini in 1:36,097 (170,6 km/h). - 32 Fahrer gestartet, 25 klassiert.

WM-Stand (15/19): 1. Marquez 224. 2. Fernandez 184. 3. Binder 180. 4. Lüthi 178. Ferner: 23. Aegerter 12. 30. Raffin 3.

Moto3 (22 Rd/100,188 km): 1. Albert Arenas (ESP), KTM, 38:09,383 (157,5 km/h). 2. Lorenzo Dalla Porta (ITA), Honda, 0,231. 3. Alonso Lopez (ESP), Honda, 0,322. - Schnellste Runde (10.): Ai Ogura (JPN), Honda, in 1:42,599 (159,7 km/h). - 29 Fahrer gestartet, 22 klassiert.

WM-Stand (15/19): 1. Della Porta 204. 2. Aron Canet (ESP), KTM, 182. 3. Tony Arbolino (ITA), Honda, 161.

Nächstes Rennen: Grand Prix von Japan in Motegi am 20. Oktober 2019.

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