Sauber-Eklat
«Frau Kaltenborn, halten Sie sich für fähig, ein Formel-1-Team zu führen?»

Die Gerichtsverhandlung am Freitag zwischen Sauber und Giedo van der Garde bringt kein Ergebnis. Richter Croft mahnt die beiden Parteien zur Vernunft, während Kaltenborn von Journalisten mit Fragen durchlöchert wird.

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Sauber-Chefin Monisha Kaltenborn muss unten durch und wird von Journalisten heftig kritisiert.

Sauber-Chefin Monisha Kaltenborn muss unten durch und wird von Journalisten heftig kritisiert.

Keystone

Die juristische Auseinandersetzung zwischen Giedo van der Garde und dem Formel-1-Team Sauber geht in die nächste Runde. Eine erneute Verhandlung vor dem Obersten Gerichtshof des australischen Bundesstaates Victoria in Melbourne brachte am Freitagnachmittag Ortszeit kein Ergebnis.

Unterdessen deutet sich eine aussergerichtliche Einigung an. Richter Clyde Croft vertagte die Verhandlung auf Samstagmorgen 9.30 Uhr (Ortszeit) und riet: «Ich wünschte die Parteien würden ernsthaft über eine Lösung reden.» Van der Gardes Anwalt sprach von «konstruktiven Gesprächen», die bald fortgeführt werden sollten.

Pressekonferenz mit Kaltenborn

Nach den ersten zwei Trainings kommt es in Melbourne zu einer Pressekonferenz. Mit dabei: Sauber-Chefin Monisha Kaltenborn. Kein Wunder, dass die Frau der Stunde sofort mit Fragen durchlöchert wird.

Zunächst hält Kaltenborn fest, dass sie zu den aktuellen Geschehnissen keine Auskunft geben will.

Doch die Journalisten bleiben hart und haken nach. «Wann wird ihre Position unhaltbar?», lautet etwa eine Frage. Eine Andere: «Halten Sie sich für fähig, ein Formel-1-Team zu führen?»

Offenbar fühlt sie sich zurzeit noch in der Lage den Sauber-Laden zu schmeissen. Auf die Frage, ob sie sich überlege, zurückzutreten antwortet sie schnippisch: «Nein!» (nch/sid/watson.ch)

Erfahren Sie hier alles zum Sauber-Chaos während der beiden ersten Trainings der Saison in Melbourne.