Wegen Körperverletzung

Formel-1-Fahrer Sutil zu Bewährungsstrafe verurteilt

Adrian Sutil

Adrian Sutil

Das Amtsgericht München hat den deutschen Formel-1-Fahrer Adrian Sutil wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. Sutil lebt seit 2007 in Oensingen.

Das Gericht sah es am zweiten Verhandlungstag als erwiesen an, dass Sutil am 17. April 2011 in einer Disco in Schanghai den Luxemburger Geschäftsmann Eric Lux, Mitbesitzer des Rennstalls Lotus-Renault, in gefährlicher Weise mit einem Glas am Hals verletzt hat. Staatsanwältin Nicole Selzam hatte in ihrem Plädoyer sogar eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten sowie eine Busse von 300'000 Euro gefordert. Der Versuch einer Verständigung zwischen den Parteien war am Dienstagmorgen offenbar an der Staatsanwältin gescheitert.

Sutil hatte den Luxemburger bei einem Streit nach dem Grand Prix von China mit einem Champagner-Glas schwer am Hals verletzt. «Ich habe das niemals gewollt. Ich habe das auch schon versucht zu erklären. Es tut mir wahnsinnig leid», hatte der 29-jährige Sutil am ersten von zwei geplanten Verhandlungstagen in München betont und erneut um Entschuldigung bei Lux gebeten. Eine neun Zentimeter lange Narbe nicht weit weg von der Halsschlagader zeugt noch von dem Vorfall.

Sutil hatte die letzten vier Jahre für das Team Force India Formel-1-Rennen bestritten. Auf die neue Saison hin ist der in Oensingen wohnende Deutsche ausgemustert und durch seinen Landsmann Nico Hülkenberg ersetzt worden. Einen neuen Arbeitgeber hat Sutil bislang nicht gefunden.

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