Formel 1
Formel-1-Chef Sauber macht in Hinwil jetzt auf sauber

Für einmal standen bei Peter Sauber und seiner Equipe nicht die Aerodynamik oder Rundenzeiten im Vordergrund. Auf dem Areal des Formel-1-Teams in Hinwil wurde vielmehr ein Solarpark in Betrieb genommen.

Merken
Drucken
Teilen

Entstanden ist an der Sauber-Basis nach lediglich sechs Wochen Bauzeit einer der grössten Solar-Carports der Schweiz. Die Anlage erstreckt sich über eine Fläche von 2249 Quadratmetern. Sie liefert pro Jahr 155'600 Kilowattstunden, mit denen der Strombedarf von 44 Haushalten gedeckt werden könnte.

Überbaut mit den Solarmodulen wurden ein Gebäudedach und weite Teile des firmeneigenen Parkplatzes.«Wir sind stolz auf diesen nachhaltigen Ausbau des Unternehmens. Die lokale Stromproduktion aus Photovoltaik ist für uns nicht nur ein weiterer Schritt, ökologische Verantwortung zu übernehmen, sonden auch ökonomisch sinnvoll», sagte Monisha Kaltenborn, CEO des Teams Sauber, bei der Eröffnung. Die Anlage sei kostensparend und biete zudem den Vorteil, dass viele Fahrzeuge nun überdacht geparkt werden könnten.

Windpark in Indien

«Michael Buscher, CEO von Oerlikon, die die Anlage geliefert hat, freute sich primär, «das Team Sauber bei seinen konkreten Schritten in Richtung Umweltschutz unterstützen zu können. Bei diesem Solarpark kommen die Vorteile unserer Solartechnologie, unter anderem niedrige Kosten und ein hoher Wirkungsgrad auch bei Bewölkung, voll zum Tragen.»

Umweltschutz ist für Peter Sauber und sein Unternehmen längst kein Neuland mehr. Anfang April wurde das Umweltmanagement-System der Sauber-Gruppe zertifiziert. Seit Anfang Mai fährt das Team treibhausneutral, indem es ein Windparkprojekt in Indien unterstützt, das mehr Treibhausgase einspart, als die Formel-1-Crew verursacht. (SI)