Formel 1
Einigung im Cockpit-Streit – Sauber zahlt van der Garde 15 Millionen Euro

Sauber und Giedo van der Garde haben ihren Rechtsstreit offenbar beigelegt. Das Schweizer Formel-1-Rennstall zahlt dem holländischen Piloten 15 Millionen Euro, damit er nicht weiter gegen das Team vor Gericht zieht.

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Van der Garde in der Sauber-Box in Melbourne

Van der Garde in der Sauber-Box in Melbourne

Keystone

Der Rechtsstreit zwischen Sauber und Giedo van der Garde ist offenbar zu einem einvernehmlichen Ende gekommen.

Wie Formel-1-Blogger Adam Cooper berichtet, haben sich das Team und der Holländer auf eine Zahlung in Höhe von rund 15 Millionen Euro.

Van der Garde verzichtet somit darauf, seinen Anspruch auf ein Renncockpit geltend zu machen. Das Geld soll über die Credit Suisse innerhalb der nächsten zwei Tage auf sein Konto transferiert werden, berichtet motorsport-magazin.com.

Es ist davon auszugehen, dass diese Zahlung Beträge beinhaltet, die der Fahrer und seine Entourage für seinen Platz im Sauber-Cockpit bereits entrichtet hat. Ein offizielles Statement von Sauber gibt es noch nicht.

Woher hat Sauber das Geld?

Bleibt die Frage offen, woher der Schweizer Rennstall Sauber das Geld für die Einigung hat.

Momentan wird wild spekuliert, dass die Sponsoren von Marcus Ericsson und Felipe Nasr das Geld aufbringen könnten. Auch ein Engagement von Peter Sauber persönlich wird für möglich gehalten.

Van der Garde war in der letzten Saison Testfahrer bei Sauber und schloss mit dem Team einen Vertrag als Stammfahrer für die Saison 2015 ab. Kolportierte zehn bis zwölf Millionen Euro soll Marcel Boekhoorn, Sponsor und Schwiegervater des Holländers, dafür an Sauber überwiesen haben.

Was plant Ecclestone mit Boekhoorn?

Sauber entschied sich später jedoch dazu, mit Marcus Ericsson und Felipe Nasr zwei Fahrer unter Vertrag zu nehmen, die über eine noch höhere finanzielle Mitgift verfügen. Je 20 Millionen Franken sollen die beiden Piloten eingeschossen haben.

Van der Garde klagte seinen Sitz im Cockpit daraufhin vor einem Schweizer Gericht ein. In der vergangenen Woche gab ihm auch ein Gericht in Australien Recht. Erst ein Startverzicht von van der Garde vor dem Qualifying verhinderte, dass die Situation komplett aus den Fugen geriet.

Bei der Einigung der beiden Parteien soll auch Bernie Ecclestone seine Finger im Spiel haben. Der Formel-1-Boss soll sich am vergangenen Wochenende mit Van-der-Garde-Investor Boekhoorn getroffen und vermittelt haben. Holländische Medien hoffen noch immer, dass der Bekleidungsunternehmer Anteile des Sauber-Teams übernehmen wird.

Update folgt...

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