Automobil
Einen Schritt näher an die Formel 1: Rothrister Fabio Leimer testet einen Lotus

Der Rothrister Fabio Leimer durfte am Dienstag einen Tag lang in einem Lotus testen. Danach war er zufrieden mit seinem Testtag. Und es scheint, als bekomme er bald schon ein Angebot als Freitagtestfahrer unterbreitet.

Michael Wyss
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Fabio Leimer genoss den Testtag in Le Castellet im Formel-1-Auto von Lotus

Fabio Leimer genoss den Testtag in Le Castellet im Formel-1-Auto von Lotus

zvg/Pirelli

Der 25-jährige Rothrister Fabio Leimer hat beim gestrigen Pirelli-Reifentest in einem Lotus-Boliden aus der Saison 2012 im französischen Le Castellet einen positiven Eindruck hinterlassen – so sind zumindest die Worte von Pirelli-Rennmanager Mario Isola zu deuten, der meinte, dass «Fabio uns mit seinem Speed und seinen Aussagen beeindruckt hat».

Im Lotus fuhr Fabio Leimer auf Reifen, die nicht weit vom Material der letzten Saison entfernt sind. Auf diesen durfte Leimer für den italienischen Reifenhersteller eine komplette Test-Simulation fahren. Insgesamt verbrauchte er sieben Reifensätze.

Auch der Aargauer selber zeigte sich sehr zufrieden mit dem Testtag auf dem Circuit Paul Ricard, den er als Auszeichnung für seinen GP2-Meister-Titel 2013 erhalten hatte. «Es hat alles super funktioniert», freute sich Fabio Leimer, der die aktuelle Saison mit Rebellion Racing in der Langstrecken-Weltmeisterschaft bestreitet, «ich konnte 78 Runden fahren, was laut Reglement das Maximum ist.»

So nervös wie vor dem ersten Kontakt mit der Formel 1 im Jahre 2011 bei den Young-Driver-Tests in Abu Dhabi im Sauber sei er diesmal nicht gewesen: «Ich habe viel positives Feedback erhalten und wieder eine Menge über das Auto gelernt. Ich hoffe, dass es nicht das letzte Mal in einem Formel-1-Boliden gewesen ist.»

So wie es scheint, könnte sein Traum von der Königsklasse des Automobilrennsports schon in absehbarer Zeit in Erfüllung gehen. Der Rennstall Marussia will noch in dieser Woche dem Management des 25-jährigen Rothristers eine Offerte als Freitagtestfahrer 2014 unterbreiten, mit der Möglichkeit, 2015 sogar Stammfahrer zu werden.

«Wir warten jetzt zuerst einmal auf das Angebot und werden und dann relativ schnell entscheiden, ob es finanziell für uns drinliegt oder nicht», erklärt Fabio Leimer, «ich hoffe natürlich, dass es klappt, denn die Formel 1 ist immer noch etwas ganz Spezielles.»