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Debakel für Tom Lüthi - nicht einmal in den WM-Punkten

Technische Probleme: Tom Lüthi blieb beim GP von Europa in Valencia chancenlos und ausserhalb der Punkte

Technische Probleme: Tom Lüthi blieb beim GP von Europa in Valencia chancenlos und ausserhalb der Punkte

Tom Lüthi erlebt beim Grand Prix von Europa in Valencia in der Moto2-Klasse ein veritables Debakel. Auch Jason Dupasquier verpasst die WM-Punkte.

Die Aussicht, dass Tom Lüthi erstmals in seiner langen Karriere eine Moto2-Saison ohne Podestplatz abschliessen muss, wird immer realer. In Valencia resultierte - neben zwei Ausfällen - das schlechteste Resultat in diesem verkorksten Jahr.

Der 34-jährige Berner war keinem Zeitpunkt konkurrenzfähig und verpasste als 19. (von 22 Fahrern, die ins Ziel kamen) sogar die WM-Punkte. Von der 13. Position aus gestartet, betrug sein Rückstand auf Sieger Marco Bezzecchi fast 25 Sekunden. Danach sprach Lüthi von technischen Problemen. Er wolle nicht spekulieren, aber es habe "ein Problem mit dem Beschleunigen oder der Geschwindigkeit" gegeben.

Die letzten beiden Rennwochenenden - nochmals in Valencia und zum Abschluss erstmals im portugiesischen Portimão - dürften so für Lüthi und sein Team zu einer wenig erfreulichen Angelegenheit werden. Optimistischer stimmen dürfte ihn der 3. Rang von Remy Gardner. Lüthi übernimmt im nächsten Jahr dessen Platz im spanischen SAG-Team.

Vor Gardner lagen nur der Italiener Bezzecchi und der Spanier Jorge Martin. Grund zur Freude hatte aber vor allem Bezzecchis Landsmann Enea Bastianini, der in der WM-Wertung neu mit sechs Punkten Vorsprung (184:178) vor Sam Lowes führt. Der Engländer, der die letzten drei Rennen gewonnen hatte, schied nach einem Sturz aus. Bastianini wird in der kommenden Saison wie der WM-Dritte und Kollege aus Valentino Rossis "VR46"-Förderprogramm, Luca Marini (165 Punkte), bei Ducati in der MotoGP fahren.

Dupasquier vergibt ersten WM-Punkt schon im Warmup

In der Moto3 war Jason Dupasquier (KTM) noch einen Platz besser als Lüthi, verpasste aber seinen ersten WM-Punkt erneut. Der 19-jährige Rookie aus dem Kanton Freiburg erreichte als 18. das zweitbeste Resultat in seinem Premieren-Jahr. In Le Mans war er vor einem Monat 17. geworden.

Dennoch war er in Valencia näher am ersten Punkt. Von Platz 20 aus gestartet, hatte Dupasquier nur 1,2 Sekunden Rückstand auf den 15. Platz, und er muss nicht lange suchen, wo er diese verloren hat. Weil er im Warm-up mit einem technischen Problem zu lange auf der Ideallinie unterwegs war und andere Fahrer behindert hatte, wurde der Romand mit einer so genannten Long Lap Penalty im Rennen bestraft. Diese kostete ihn mehr als die 1,2 Sekunden.

Zum ersten WM-Sieg kam überlegen der spanische KTM-Fahrer Raul Fernandez. Grosser Gewinner war aber auch der Japaner Ai Ogura. Der Honda-Fahrer wurde Dritter und verkürzte seinen Rückstand auf WM-Leader Albert Arenas (KTM), der aufgeben musste, zwei Rennen vor Schluss auf nur noch drei Punkte (157:154).

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