Der Steirer hat in einem Interview mit Österreichs nationaler Sportpresseagentur APA Stellung bezogen - und dabei den Ausstieg von Red Bull aus der Formel 1 als mögliches Szenario dargestellt.

"In der Formel 1 werden wir nur bleiben, wenn wir ein wettbewerbsfähiges Team haben. Dafür ist eine wettbewerbsfähige Antriebseinheit Voraussetzung. Wenn wir diese nicht haben, haben wir auch mit dem besten Auto und den besten Fahrern keine Chance, um den Sieg mitzufahren", sprach Mateschitz Klartext. "Das Problem ist, dass wir auf diesen Bereich keinen Einfluss haben. Wir können und werden nicht einen eigenen Motor entwickeln. Ganz einfach deshalb, weil wir kein Automobilhersteller sind, der diese Investitionen rechtfertigen könnte. Ein so genannter Kundenmotor ist auch nicht die Lösung. Also muss es uns mit Renault gelingen, an die Leistung von Ferrari und vor allem von Mercedes näher heranzukommen."

Die seit 2007 währende Zusammenarbeit zwischen Red Bull und Renault ist schon im vergangenen Jahr durch Unstimmigkeiten überschattet worden. Die Verantwortlichen von Renault sehen sich seit dem auf die letzte Saison vollzogenen Umstieg von Saug- auf Turbomotoren heftigster Kritik von Seiten des Partners ausgesetzt, zumal das Leistungsniveau des von den Franzosen gefertigten Antriebsstrangs mit jenem der Aggregate von Mercedes und neuerdings auch von Ferrari nicht mitzuhalten vermag. Die Ansprüche einer Equipe, die zwischen 2010 und 2013 mit Sebastian Vettel viermal den Weltmeister gestellt und ebenfalls viermal den Titel in der Konstrukteure-Wertung geholt hat, sind selbstverständlich deutlich höher angesiedelt. Mittelmass wird nicht geduldet.