Lüthi drehte nur gerade sieben Runden und verlor an den Boxen egen technischen Problemen fast eine halbe Stunde. Am Ende musste er sich mit Rang 17 und 1,097 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit begnügen. So schlecht klassiert war der Dritte von Startrennen in Katar letztmals Ende Juni 2014 in Assen. Etwas Sorgen bereitet Lüthi, dass er nach seinem Testunfall 2013 erstmals seit langer Zeit wieder Schmerzen im rechten Arm verspürte. "Zudem fehlen uns nach der Umstellung von Suter auf Kalex einfach sehr viele Testkilometer", sagte der Jubilar, der am Sonntag seinen 200. WM-Lauf absolviert (SF zwei 19.20 Uhr).

Dass der 28-jährige Emmentaler aber durchaus mithalten kann, zeigte er schon im dritten freien Training mit Rang 8. Da war er um 24 Tausendstel schneller als vor einem Jahr im Qualifying, als er vom 13. Startplatz aus im Rennen auf Rang 6 gefahren war. Im Abschlusstraining steigerte er sich nochmals um 0,035 Sekunden.

Als Dritter auf dem Podest beendete Aegerter 2014 den GP von Amerika. Auch Lüthis Teamkollege bestritt das Abschlusstraining nicht ganz schmerzfrei. Am Freitag war der WM-Fünfte nach dem Training in der Auslaufrunde "aus mir unerklärlichen Gründen" gestürzt und klagte danach über Schmerzen am Nacken und Rücken sowie einer offenen Wunde am rechten Mittelfinger.

Im Qualifying lag er lange Zeit auf dem dritten Rang, wurde am Ende aber noch als Neunter in die dritte Startreihe verwiesen. Auf die Bestzeit des Belgiers Xavier Simeon, der in Katar Zweiter geworden war, büsste er 0,625 Sekunden ein. Die erste Startreihe komplettieren Sam Lowes (Gb, Speed Up), der gestern zum dritten Mal an diesem Wochenende stürzte, und Weltmeister Tito Rabat (Sp, Kalex). Die drei anderen Moto2-Schweizer beendeten das Qualifying auf den Rängen 18 (Randy Krummenacher), 25 (Robin Mulhauser, blieb nach Sturz unverletzt) und 29 (Jesko Raffin).

Marc Marquez, der Weltmeister der letzten zwei Jahre in der Königsklasse, hat auf die kleine Schmach vom Startrennen von vor zwei Wochen in Katar, als er von Startrang 3 im Rennen nur auf Platz 5 fuhr, auf seine Weise reagiert. In seiner letzten Runde pulverisierte der Spanier auf der Ersatz-Honda (Aussetzer bei der Standard-Maschine) mit einem Spitzentempo von 342,6 km/h seinen eigenen Rundenrekord um 0,638 Sekunden und steht vor seinem 116. WM-Rennen zum 51. Mal auf dem besten Startplatz. Er war um 0,339 Sekunden schneller als der Italiener Andrea Dovizioso auf Ducati.