Daniela Frutiger: (Freshfocus) «Es ist das Rückspiel in der WM-Barrage zwischen der Schweiz und Nordirland. Die Bedingungen an diesem Tag sind für uns Fotografen – aber auch für die Nationalmannschaft – sehr schwierig. Mit grossem Kampf setzt sich die Nati durch und ‹wir› sind im nächsten Sommer in Russland dabei. Das Bild mit Captain Stephan Lichtsteiner im Duell mit dem Nordiren Jamie Ward steht symbolisch dafür, wie das ganze Schweizer Team bis zum Schluss gekämpft und die Qualifikation verdient hat.»

Das Sportbild des Jahres von Daniela Frutiger

Das Sportbild des Jahres von Daniela Frutiger

Melanie Duchene: (EQ Images) «Manchmal setze ich im Eishockey eine im Tor montierte Kamera ein. Während der Playoffs kann das ganz coole Bilder geben, weil vor dem Tor viel Action herrscht. Das Bild zeigt den Treffer von Luganos Julien Vauclair gegen die ZSC Lions mit Goalie Niklas Schlegel. Der Puck rutscht gerade über die Linie. Mir gefällt die Intensität in diesem Bild sehr gut. In jedem Gesicht der Spieler kann man sehen, wie sehr sie fighten. Für so ein Bild braucht man ein wenig Glück, aber man muss vor allem im richtigen Moment den Auslöser drücken.»

Das Sportbild des Jahres von Melanie Duchene

Das Sportbild des Jahres von Melanie Duchene

Fabio Baranzini: (Freelance) «Ich habe in den vergangenen Jahren selten einen Sportler getroffen, der so konsequent und kompromisslos für seinen Erfolg arbeitet wie der Badener Boxer Ando Hakob. Der 28-Jährige ist Trainer, Manager, Sponsoringverantwortlicher und Profiboxer in Personalunion. Ando Hakob organisiert alle seine Kämpfe selber. Die Entschlossenheit und den Durchhaltewillen, mit denen der Aargauer seit Jahren an seiner Profikarriere feilt, wollte ich mit diesem Porträtbild zum Ausdruck bringen.»

Das Sportbild des Jahres von Fabio Baranzini

Das Sportbild des Jahres von Fabio Baranzini

Chris Iseli: (AZ Medien)  «Die erste Mannschaft des Rugbyklubs Würenlos trainiert in der Halle. Angelehnt an der Wand, wird bei dieser Übung die Kraft und Stabilität in den Oberschenkeln und Knien auf eindrückliche Art forciert. Beim Blick in die Gesichter sieht man ganz genau, wie anstrengend es für die Sportler ist. Mir gefällt das Bild aber auch, weil es einen sonderbaren Moment zeigt. Die Übung erinnert schon fast an Artisten im Zirkus. Sie müssen sich auch gegenseitig stützen. Es ist ein eindrückliches Teamwerk.»

Das Sportbild des Jahres von Chris Iseli

Das Sportbild des Jahres von Chris Iseli

Severin Bigler: (AZ Medien) «Matthias Glarner besuchte eine Schule in Dietikon und erklärte den Kindern das Schwingen. Doch statt zu kämpfen, hielten sie sich sanft an den Hüften und bewegten sich im Gleichschritt durch den Raum. Es war, als würden sie Walzer tanzen. Nicht nur ich, sondern auch der Schwingerkönig musste ob so viel Sanftheit lächeln.»

Das Sportbild des Jahres von Severin Bigler

Das Sportbild des Jahres von Severin Bigler

Toto Marti: (Ringier) «Dieser Schuss stellt den krönenden Abschluss von meiner ‹feuchtesten› Serie als Sportfotograf dar. Und zwar feucht im wahren Wortsinn. Das Bild zeigt Romelu Lukaku nach dem 2:0 am 9. September in der Champions-League-Wasserschlacht zwischen Manchester United und dem FC Basel. Ich bin bei vier Fussball-Spielen in Serie im Regen gestanden. Dass ich dabei dieses Bild ins Trockene gebracht habe, erfüllt mich mit einer besonderen Portion Genugtuung. Augenblick, verweile doch ...»

Das Sportbild des Jahres von Toto Marti

Das Sportbild des Jahres von Toto Marti

Alexander Wagner: (Freelance) «Haidong Gumdo ist eine koreanische Schwertkampfkunst. Faszinierend ist die Dynamik, mit welcher die Schwertkämpfer die Kampf-Kunst ausführen, wobei die Betonung viel mehr auf Kunst denn auf Kampf liegt. Die Meister sind dabei die Ruhe selbst, um im nächsten Augenblick zu explodieren, jedoch ohne Zerstörungswut oder Aggression. Die Königsdisziplin des Haidong Gumdo ist das Bambusschneiden, bei welchem die Schönheit dieser Kampfkunst in Vollendung zur Geltung kommt.»

Das Sportbild des Jahres von Alexander Wagner

Das Sportbild des Jahres von Alexander Wagner

Valeriano Di Domenico: (Freelance) «Am Match for Africa spielte Roger Federer gegen Andy Murray. Es war ein Marathon-Tag von 9 Uhr am Morgen bis weit nach Mitternacht mit vielen einzigartigen Momenten. Ich durfte fast überall hin. Ich nahm während der Spielerpräsentation bewusst diese Position ein. Der Blick ist frei auf das Geschehen. Das Licht änderte ständig und plötzlich waren diese Spots auf Roger gerichtet. Ich liebe solche Licht-Situationen. Da muss man schnell sein und die Kameraeinstellungen anpassen, um das Bild zu bekommen, das man im Kopf hat.»

Das Sportbild des Jahres von Valeriano Di Domenico

Das Sportbild des Jahres von Valeriano Di Domenico

Sandra Ardizzone: (AZ Medien) «Schal, Mantel, Mütze, Handschuhe. Voll eingepackt fotografierte ich im November das Frauen-Rugby-Training beim RC Würenlos. Die Spielerinnen trotzten den eisigen Temperaturen und gaben auf dem nassen Mischmasch aus Rasen und Sand alles. Am Ende des eindrücklichen Trainings wollte ich noch ein Teamfoto der total verdreckten Sportlerinnen machen. Die Mädels hatten während des Shootings so einen Spass, dass dieses etwas andere Gruppenbild trotz eisiger Kälte entstand.»

Das Sportbild des Jahres von Sandra Ardizzone

Das Sportbild des Jahres von Sandra Ardizzone