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Messi zerstört Milans Träume und diejenigen von Reporterlegende Crudeli

Weltfussballer Lionel Messi hat den FC Barcelona fast im Alleingang in die Runde der letzten Acht der Champions League geschossen. Barcelona besiegt die AC Milan mit 4:0 und hinterlässt auch einen verzweifelten italienischen Reporter.

Benjamin Burkhart, Barcelona
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Milan-Fan und Reporterlegende Tiziano Crudeli kann es nicht fassen.

Milan-Fan und Reporterlegende Tiziano Crudeli kann es nicht fassen.

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Der überragende Argentinier erzielte beim 4:0 (2:0) im dramatischen Achtelfinal-Rückspiel gegen den AC Milan seine Treffer Nummer sechs und sieben (5. und 40.) im laufenden Wettbewerb und riss die Italiener aus allen Träumen.

Aus den Träumen gerissen wurde auch die italienische Reporterlegende Tiziano Crudeli. Der Milan-Fan erlebte einen rabenschwarzen Abend.

David Villa (55.) und Jordi Alba (90.+2) krönten die fulminante Aufholjagd der Katalanen und sorgte zugleich für ein Novum. In der Geschichte der Königsklasse schaffte zuvor nach einem 0:2 im Hinspiel noch keine Mannschaft die Wende.

Die Partie vor 90 000 Zuschauern im Nou Camp begann für die Gastgeber nach Mass. Erstmals tauchte Barca im Strafraum von Milan auf und schon schlug der Ball im Torwinkel ein. Nach einem Doppelpass mit Xavi auf engstem Raum markierte Messi aus 14 Metern seinen sechsten Treffer im laufenden Wettbewerb.

Acht Minuten später lenkte Milans Torhüter Christian Abbiati mit letztem Einsatz einen Distanzschuss von Andrés Iniesta an die Latte.

Der zweite Treffer lag schon in der Anfangsphase in der Luft, weil der 21-malige spanische Meister frühzeitig seinen Rhythmus fand und Milans Abwehr kaum Zeit zum Atmen liess. Die «Rossoneri» konnten nicht einmal einen ihrer gefürchteten Konter setzen.

Milan konzentrierte sich auf seine Abwehrarbeit und versuchte, Barcelona möglichst wenig Raum für sein Kurzpass-Spiel zu überlassen.

Milans Pfostenschuss

Mit zunehmender Spielzeit fanden aber auch die Italiener den roten Faden in ihrem Spiel, tauchten öfter in der gegnerischen Hälfte auf und hatten Pech, dass der Franzose M’Baye Niang (38.) völlig freistehend nur den Pfosten traf. Im Gegenzug gelang Messi mit einem unhaltbaren Flachschuss das 2:0.

Das Hinspiel-Ergebnis war somit schon zur Pause egalisiert, die Voraussetzungen für weiteren Hochglanz-Fussball geschaffen. Milan, das sich in den Gruppenspielen mit nur acht Punkten für die erste K.o-Runde qualifiziert hatte, versuchte die Begegnung offener zu gestalten.

Denn nach der ersten Hälfte standen 70 Prozent Ballbesitz für die Gastgeber in der Statistik.

Das versuchte Milan zu ändern, liess aber jegliche Konsequenz vermissen. Der Doppelschlag in der ersten Halbzeit hatte Spuren hinterlassen. Die Hoffnungen der Italiener erhielten einen weiteren Dämpfen, als Villa überlegt zum 3:0 einschoss.

Barcelona nutzte einen Ballverlust Mailands in der Vorwärts-Bewegung eiskalt und unterstrich einmal mehr seine Effektivität in der Offensive - unter anderem dank eines erneut überragenden Lionel Messi.

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