Eisschnelllauf
Medaillenflut: Holländischer Sportverband muss tief in die Tasche greifen

Die Holländer überraschen an den Olympischen Spielen mit 17 Medaillen und haben bislang von allen Nationen am meisten Edelmetalle gesichert - dem Eisschnelllauf sei dank. Das hat den Sportverband überrascht und muss jetzt kräftig Prämien bezahlen.

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Holland ist im Eisschnelllauf eine Macht Olympiasiegerin Jorien ter Mors (Mitte) mit Ireen Wust (links) und Bronze-Gewinnerin Lotte van Beek
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Drei Mal Niederlande, so sah das bei den Zeremonien im Eisschnelllauf mehrmals aus
Die Holländer sahnen bei den Olympischen Spielen in Sotschi beim Eisschnelllauf kräftig ab
Zwei weitere Medaillen Stefan Groothuis (Mitte) mit Bronze-Gewinner Michel Mulder (rechts) und Denny Morrison - oh, ein Kanadier.
Silber-Gewinnerin Ireen Wust, Olympiasiegerin Jorien ter Mors and Bronzemedaillen Lotte van Beek
Siegerin über 1500 Meter Lotte van Beek aus den Niederlanden
Jubel bei den Holländern - kein seltenes Bild in Sotschi
Lotty van Beek
Jorien ter Mors
Ireen Wust und Margot Boer (rechts) gewinnen weitere Medaillen, sie werden nur von der Chinesin Zhang Hong geschlagen
Stefan Groothuis

Holland ist im Eisschnelllauf eine Macht Olympiasiegerin Jorien ter Mors (Mitte) mit Ireen Wust (links) und Bronze-Gewinnerin Lotte van Beek

Keystone

Eisschnelllauf - es ist die grosse Sportart der Niederländer. Sie machten aus den Eisschnell-Wettkämpfen ein grosses Volksfest. 17 Medaillen hat der 16,7-Millionen-Einwohner-Staat bei den Winterspielen in Sotschi nach 60 von 98 Wettkämpfen abgeräumt, 5 Mal Gold, 7 Mal Silber, 5 Mal Bronze.

Das hat den niederländischen olympischen Sportverband überrascht. Rund 460'000 Franken an Prämien musste der Sportverband für die Medaillenflut seiner Athleten bisher auf den Tisch legen.

Verbandspräsident André Bolhuis hat mit einem so grossen Erfolg nicht gerechnet und im Gegensatz zu früheren Olympischen Spielen keine Versicherung für den Medaillenrausch abgeschlossen, wie der nationale Sender NOS berichtete.

Sorgen um ihre Prämien müssen sich die Sportler aber nicht machen. «Dieser Grund gefällt uns aussergewöhnlich gut. Wir haben eine Spezialkasse, und wir werden sie wieder auffüllen. Das wird nicht auf Kosten anderer Sportarten passieren. Es gibt nichts Schöneres, als Menschen auf diese Art und Weise belohnen zu können», zeigte sich Bolhuis dennoch glücklich. (sha)