Kyburz ging es auf der 3,6 km langen und mit 135 Höhenmeter durchsetzten Sprintbahn vorsichtig an. Im zweiten Teil drehte der 22-jährige Fricktaler mächtig auf und distanzierte die Konkurrenz letztlich um 35 und mehr Sekunden. Nach einem Drittel des Rennens hatte der letztjährige Gesamtsieger im Weltcup noch knapp 20 Sekunden hinter Landsmann Matthias Merz aus Beinwil am See gelegen. Der bald 29-jährige Aargauer wurde schliesslich Dritter. Dahinter folgte Matthias Müller. Dieses Trio hatte im vergangenen Juli an den Heim-Weltmeisterschaften in Lausanne die ersten drei Plätze belegt, diesmal verhinderte der Schwede Jerker Lysell den totalen Schweizer Triumph.

Das fantastische Ergebnis aus Schweizer Sicht komplettierten Raffael Huber (7.), Andreas Kyburz (8.), Daniel Hubmann (9.), der ein erstaunlich starkes Comeback gab, und Fabian Hertner (10.), zwei Tage zuvor Sieger über die Mitteldistanz. Auch Martin Hubmann (14.) und Baptiste Rollier (17.) zeigten solide Leistungen.

Vor den Männern hatten bereits die Frauen überzeugt. Sara Lüscher wurde nur von den Schwedinnen Tove Alexandersson und Annika Billstam sowie der Einheimischen Lizzie Ingham bezwungen - das Podest verpasste sie allerdings deutlich. Mit einem guten zweiten Teil schoben sich auch Rahel Friederich (6.) und Judith Wyder (9.) noch in die Top 10. Rang 15 belegte Ines Brodmann. OL-Dominatorin Simone Niggli hat die Reise nach Neuseeland nicht mitgemacht.