In der ersten Session lag er 1,6 Sekunden vor seinem ersten Verfolger, Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes. In der zweiten war Webber lediglich fünf Tausendstel schneller als Hamiltons Teamkollege Jenson Button.

Die Verbesserungen am zweiten Red-Bull-Auto zahlten sich damit bereits aus. In Melbourne hatte Webber im Gegensatz zu Weltmeister Sebastian Vettel grosse Probleme mit der Abstimmung des Wagens bekundet. Vettel liess es zum Auftakt des Rennwochenendes in Sepang gemütlicher angehen. Der Deutsche, bei dem das Testen des in Australien noch nicht verwendeten Energierückgewinnungssystems KERS im Vordergrund stand, klassierte sich im ersten Training lediglich als 17. Im zweiten büsste er als Vierter nur gut zwei Zehntel auf Webber ein.

Noch nicht mit den Besten mitzuhalten vermochten die Fahrer des Sauber-Teams. Der Japaner Kamui Kobayashi, der es im vergangenen Jahr gleichenorts zum ersten Mal im Qualifying unter die ersten zehn geschafft hatte, wurde zweimal Vierzehnter Sergio Perez klassierte sich auf den Positionen 18 und 15. Der Mexikaner betrat in Sepang für einmal kein Neuland. Vor zwei Jahren hatte er auf dieser Strecke ein Rennen im Rahmen der asiatischen GP2-Serie bestritten.

Sébastien Buemi stand lediglich am Nachmittag im Einsatz. Der Waadtländer musste sich mit Rang 18 bescheiden. Im ersten Training hatte Buemi das Cockpit des Toro Rosso Testfahrer Daniel Ricciardo überlassen müssen. Vor zwei Wochen in Melbourne war der talentierte Australier im ersten Training anstelle des Spaniers Jaime Alguersuari zum Zug gekommen.

Im ersten Training hatten die Fahrer von Lotus-Renault für Aufregung gesorgt. An den Autos mit Nick Heidfeld und Witali Petrow war das linke Vorderrad weggebrochen. Der Deutsche und der Russe kamen aber ebenso mit dem Schrecken davon wie Jérôme d'Ambrosio. Dem Belgier im Virgin-Cosworth war das rechte Vorderrrad weggebrochen.

Sepang. Grand Prix von Malaysia. Freie Trainings. Erster Teil: 1. Mark Webber (Au), Red Bull-Renault. 2. Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes, 1,665. 3. Michael Schumacher (De), Mercedes, 2,140. 4. Nico Hülkenberg (De), Force India-Mercedes, 2,726. 5. Pastor Maldonado (Ven), Williams-Cosworth, 2,792. 6. Fernando Alonso (Br), Ferrari, 2,802. 7. Nick Heidfeld (De), Lotus-Renault, 2,874. 8. Rubens Barrichello (Br), Williams-Cosworth, 2,930. 9. Fernando Alonso (Sp), Ferrari, 2,950. 10. Nico Rosberg (De), Mercedes, 2,995. Ferner: 14. Kamui Kobayashi (Jap), Sauber-Ferrari, 3,221. 17. Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault, 3,976. 18. Sergio Perez (Mex), Sauber-Ferrari, 3,991. - 24 Fahrer im Training.

Zweiter Teil: 1. Webber. 2. Button 0,005. 3. Hamilton 0,134. 4. Vettel 0,214. 5. Schumacher 1,212. 6. Massa 1,213. 7. Rosberg 1,689. 8. Heidfeld 1,694. 9. Alonso 1,707. 10. Jaime Alguersuari (Sp), Toro Rosso, 1,970. Ferner: 14. Kamui Kobayashi (Jap), Sauber-Ferrari, 2,522. 15. Sergio Perez (Mex), Sauber-Ferrari, 2,727. 18. Sébastien Buemi (Sz), Toro Rosso-Ferrari, 3,239. - 23 Fahrer im Training.