Kolumne

Maradona ins Wallis

Thomas Renggli.

Thomas Renggli.

Noch fünfmal schlafen bis zur Bescherung. Wir präsentieren weltexklusiv die Wunschliste der zehn Klubs der Schweizer Super League.

In Bern wünscht sich YB-Sportchef Christoph Spycher, dass die Saison schon zu Ende wäre. Ausserdem hofft er, dass Feierabendsänger Guillaume Hoarau endlich als Gitarrist bei „Zürich West“ anheuert. Dann könnte sich der Titelverteidiger vom gesundheitlich fragilen Stürmer emanzipieren.

FCB-Trainer Marcel Koller wünscht sich, dass Fussballspiele (wie von Sepp Herberger einst behauptet) nur 90 Minuten dauern und der Referee seine Arbeit dann einstellt. Die Basler spezialisieren sich darauf, nach dem Schlusspfiff (in bilateralen Verhandlungen mit dem Schiedsrichter) rot zu sehen.

In St. Gallen wünscht sich Matthias Hüppi, dass die Seelenverwandtschaft zwischen Sportchef Alain Sutter und Trainer Peter Zeidler zu einem esoterischen Vulkanausbruch und zum dritten Meistertitel der Klubgeschichte führt.

Beim FCZ hofft man, dass Ludovic Magnin künftig so gut coacht wie er an der Abdankung von Köbi Kuhn gesprochen hat. Dann wäre der Romand ein ernsthafter Kandidat als Trainer des Jahres – und der FCZ wieder ein Spitzenklub.

Die Servette-Verantwortlichen hoffen auf Dauerregen und permanente Schlammschlachten. Auf dem Acker des Stade de Genève bleiben die Gegner regelmässig im Sumpf stecken.

In Lugano wünscht sich Präsident Angelo Renzetti, dass weniger über seine Sünden als VW-Fahrer als über seine Verdienste als Klubstratege berichtet wird. Vor allem hofft er, dass das Tessiner Publikum irgendwann realisiert, dass in Lugano besser Fussball als Eishockey gespielt wird.

Sion-General Christian Constantin wünscht sich Diego Maradona als neue Marionette an der Seitenlinie. Dann würde er es bei der nächsten Trainerentlassung bis in die Weltmedien schaffen.

In Luzern wollen die Verantwortlichen dagegen, dass die renitente Lokalpresse die Fussballberichterstattung sofort einstellt. Stattdessen soll Komiker Emil Steinberger die Kommunikationshoheit über die Provinzposse erhalten.

Die Xamax-Fans wünschen sich, dass Raphael Nuzzolo seinen Vertrag um 10 Jahre verlängert.

Thun-Präsident Märk Lüthi wünscht sich vom chinesischen Christkind neben ein paar Millionen Franken zwanzig Punkte als Vorschuss im Kampf gegen den Sturz in die Challenge League.

In diesem Sinn: Frohe Weihnachten und einen unfallfreien Jahreswechsel!

Thomas Renggli

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