(pab) Der Luzerner Trainer Thomas Häberli versprüht Zuversicht. Nach fünf Wochen Vorbereitung freut er sich auf den Start am Samstag beim FC St.Gallen und gibt sich hinsichtlich der kommenden Saison positiv:

Als der 45-Jährige im Februar Coach in Luzern wurde, war die Ausgangslage eine andere als heute. Häberli übernahm die Mannschaft von René Weiler, erstmals trainierte er ein Profi-Team, und er war in der sehr ausgeglichenen Liga auf schnellen Erfolg angewiesen. Häberli führte die Luzerner am Ende auf Platz fünf, erreichte damit die Europa-League-Qualifikation und verlängerte seinen Vertrag.

Nun hat er das Glück, dass er in der Sommerpause keinen grossen Umbruch bewältigen musste. Zu verkraften haben die Zentralschweizer nur den Abgang von U21-Nationalspieler Ruben Vargas, der nach Augsburg wechselte, und Olivier Custodio, den es nach Lugano zog. Claudio Lustenberger, der 2018/19 wegen Verletzungen nur 29 Einsatzminuten hatte, gab zudem seinen Rücktritt.

Ein Goalie aus der Bundesliga

In wesentlichen Zügen ist das Gesicht also dasselbe geblieben. Und es kamen zwei Spieler hinzu, in die grosse Hoffnungen gesetzt werden. Da ist zum einen Francesco Margiotta, ein italienischer Stürmer von Lausanne. Und da ist zum andern Marius Müller, ein Torhüter, der von 
RB Leipzig geholt wurde. Zuletzt waren immer wieder Goaliediskussionen aufgeflammt, die es mit Müller künftig nicht mehr geben soll.

Ausserdem ist Stefan Knezevic nach einem Kreuzbandriss wieder verfügbar und für Häberli «quasi ein Neuzugang». Müller und Margiotta sollen im Spiel am Samstag ihren Einstand geben.

Thomas Häberli, Trainer des FC Luzern.

Thomas Häberli, Trainer des FC Luzern.

Europa League gegen Team der Färöer-Inseln

Auf den Platz geführt werden die Luzerner neu von Pascal Schürpf. Der Basler, am Montag 30 geworden, sieht den Auftakt im Kybunpark als ausgezeichneten Test: «Dann wissen wir gleich, woran wir sind.» Danach brechen für ihn und seine Kollegen die ersten englischen Wochen an, ihre erste Hürde auf dem Weg in die Europa League sind die Färinger von Klaksvik. «Wir haben grosse Lust auf solche Spiele», sagt Schürpf.

Was die Zielsetzung in der Meisterschaft angeht, sind sich Trainer und Captain einig:

Häberli wünscht sich mutige Auftritte und unterhaltsamen Fussball: «Wir sind bestrebt, nach der ­vergangenen Saison noch eine Schippe draufzulegen.»