Beachvolleyball
Ludwig/Walkenhorst entzaubern die Brasilianerinnen und holen Gold im Beachvolleyball

Laura Ludwig und Kira Walkenhorst haben in Rio de Janeiro Geschichte geschrieben und als erstes europäisches Beachvolleyball-Frauenteam Olympia-Gold gewonnen. Sie setzten sich vor 12.000 Zuschauern im Finale an der Copacabana gegen die Brasilianerinnen Agatha/Barbara mit 21:18, 21:14 durch.

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ludwig

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Keystone

Laura Ludwig schiessen sofort die Tränen in die Augen, dann stürzt sie freudetrunken Kira Walkenhorst in die Arme. Ein paar Sekunden später haben sie schon eine deutsche Fahne um die Schultern gelegt und feiern vor 12.000 erschütterten Brasilianern ausgelassen den Olympiasieg. «Es ist einfach unwirklich, ich kann es noch nicht fassen», sagt Ludwig im ZDF.

In einer magischen und historischen Nacht krönten sich Ludwig und Walkenhorst zu den neuen Königinnen der «Sandwühler». Die Deutschen gewannen am berühmtesten Strand der Welt das Finale gegen die Brasilianerinnen Agatha und Barbara mit einer herausragenden Leistung 2:0 (21:18, 21:14) und schrieben damit Geschichte: Als erstes europäisches Frauen-Team überhaupt gewannen sie eine Medaille, und es war gleich die goldene. «Wir waren so fokussiert, ich kann's gar nicht glauben. Ey, Olympiasieger!», rief Walkenhorst.

Ausgelassenen Freude auf dem Siegerpodest.

Ausgelassenen Freude auf dem Siegerpodest.

Keystone

Die Europameisterinnen trotzten im Finale allen Widrigkeiten und ließen sich auch von den fanatischen Zuschauern im Hexenkessel nicht aus der Ruhe bringen. Fast jeder Aufschlag von Ludwig und Walkenhorst wurde von einem Pfeifkonzert begleitet. Doch die Hamburgerinnen behielten kühlen Kopf. Nach einer Machtdemonstration im zweiten Durchgang verschlugen die Brasilianerinnen nach nur 42 Minuten den zweiten Matchball von Ludwig/Walkenhorst.

Im Halbfinale am Dienstag hatten Ludwig (30) und Walkenhorst (25) bereits die topgesetzten Brasilianerinnen Larissa/Talita mit 2:0 entzaubert - im Finale machten sie da weiter, wo sie einen Tag zuvor aufgehört hatten. In einem hochklassigen Endspiel konnten sie beim 12:10 im ersten Satz erstmals mit zwei Punkten in Führung gehen - danach waren sie kaum noch zu stoppen.