Loris Benito, Sie kommen von Portugal zurück in die Schweiz. Warum zu YB?

Loris Benito: Viele Punkte haben für YB gesprochen. Die Bemühungen der Vereinsleitung haben mir sehr geschmeichelt. Ausserdem sind die Young Boys ein Klub mit Ambitionen, und ich ein Spieler mit Ambitionen. Das passt doch. (lacht)

Gab es noch andere Angebote, unteranderem vom FCZ?

Das ist nicht wichtig, ich habe mich für YB entschieden.

Bei Benfica Lissabon kamen Sie lediglich auf sechs Einsätze. War es ein verlorenes Jahr?

Nein, überhaupt nicht. Es ist schade, dass das so aufgefasst wird in der Schweiz. Sicherlich gab es unglückliche Momente, wie Verletzungen, aber bereue mein Portugal-Aufenthalt überhaupt nicht.

Kehren Sie auch im Hinblick auf die EM 2016 in Frankreich zurück in die Schweiz?

Das ist sicher einer der Gründe. Zuletzt war ich gegen England dabei. Es ist verständlich, dass man kein Aufgebot erhält, wenn man kaum spielt.  Hier in Bern will ich zu meinen Einsätzen kommen, dann klappt es auch wieder mit der Nati.

Was sind ihre Ziele mit YB in dieser Saison?

Die genaue Zielsetzung schauen wir im Trainingslager an. Persönlich will ich um den Titel mitspielen.

Der letzte Meistertitel von YB liegt ja schon 30 Jahre zurück.

Genau. In Bern wird immer davon gesprochen, dass man schon lange auf einen Titel wartet. Wenn es dann soweit ist, wäre es schön, auch hier zu sein.

Ihr Stammverein ist aber weder YB noch der FCZ, sondern Aarau. Haben Sie im Frühling mit dem FCA mitgelitten?

Ich habe sehr mitgelitten. Es ist nie schön, wenn man seinen Stammklub absteigen sieht. Ich hoffe, dass man diese Chance nun nutzt und Umstrukturierungen vornimmt, um eine gute Basis zu schaffen. Damit Aarau beim nächsten Mal länger oben bleiben kann.