Da gabs kein Halten mehr für Swiss Olympics: Noch am Abend musste Michel Morganella die Koffern packen und die Heimreise antreten. «Es gibt keine Alternative. Michel Morganella muss nach Hause», sagte Gian Gilli, Chef der Schweizer Olympia-Delegation an einer einberufenen Medienkonferenz in London.

Nur rund viereinhalb Stunden nachdem er von Swiss Olympic aus der helvetischen Delegation geworfen wurde, traf Michel Morganella in Zürich ein. Die Olmypia-Ausrüstung musste er offenbar noch nicht abgeben. Mit Swiss-Olympic-Koffern machte er sich auf den Heimweg – er wurde von einem Kollegen am Flughafen abgeholt.

Der 23-Jährige wurde nach Hause geschickt, weil er nach der 1:2-Pleite gegen Südkorea am Sonntag die Südkoreaner auf übelste Weise via Twitter beleidigte. Morganella entschuldigte sich zwar umgehend und seine Social-Media-Accounts wurden gesperrt, doch der Rauswurf war nicht mehr vermeidbar. Um 18 Uhr entschied Gilli, den 23-Jährigen noch am selben Abend nach Hause zu schicken.

«Es tut mir aufrichtig Leid für die Menschen in Südkorea, für die Fussballer, aber auch für die Schweizer Delegation und den Schweizer Fussball im Allgemeinen. Selbstverständlich trage ich die Konsequenzen», entschuldigte sich Morganella via Medienmitteilung. (sha)