Die Partie konnte erst mit einer Stunde Verspätung angepfiffen werden. Bei der Vorstellung der beiden Teams stellten die Organisatoren auf der Videowand im Glasgower Hampden Park zum Bild einer nordkoreanischen Spielerin dummerweise die Flagge vom Südkorea, dem verfeindeten Bruder im Süden. Als dann auch noch die südkoreanische Flagge im Spielertunnel platziert wurde, hatte die nordkoreanische Delegation endgültig genug: Sie schickte ihre Spielerinnen in die Garderobe zurück, wo sich das Team mehr als eine Stunde lang verschanzte.

Als die (sport-)politischen Probleme auf der diplomatischen Bühne fürs erste ausdiskutiert und die grafischen Defizite auf der Videowand behoben waren, zeigte das Team Nordkorea endlich Flagge: Das Spiel gegen Kolumbien konnte um 21.50 Schweizer Zeit (20.50 Uhr Ortszeit) doch noch beginnen.