Triathlon
Urdorfer Ryf schafft mit Routine und Geduld den ersten Saisonsieg

Der Urdorfer Patrick Rhyner zieht ein positives Zwischenfazit seiner aktuellen Saison. Am Europacup-Rennen in Riga gelingt Rhyner sogar seinen ersten Saisonsieg.

Luca Muntwyler
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Patrick Rhyner triumphiert am Europacup-Rennen in Riga und holt sich seinen ersten Saisonsieg.

Patrick Rhyner triumphiert am Europacup-Rennen in Riga und holt sich seinen ersten Saisonsieg.

Essen, Trainieren, Schlafen – und am nächsten Tag dasselbe. So sieht zurzeit der Alltag von Triathlet Patrick Rhyner aus. Dennoch zahlt sich das harte Training für den Urdorfer aus. In seiner vierten Saison als Spitzensportler macht der 24-Jährige laufend Fortschritte.

Grosse Fortschritte

Im Moment läuft alles nach Plan. Seit seinem Trainerwechsel zu Steffen Grosse, der Rhyner rund um die Uhr betreut, hat der Limmattaler vor allem im Training grosse Verbesserungen erzielt. «Es läuft gut. Ich habe viel investiert und Fortschritte gemacht. Für die Umsetzung braucht es aber noch ein bisschen Zeit», erläutert der B-Kader-Athlet von Swiss Triathlon.

So folgt manchmal auf gute Trainingsperioden, ein wenig Pech im Rennen. «Zum Beispiel habe ich beim Radfahren in einem Rennen einen Schuh verlorener oder mir eine Zeitstrafe eingehandelt», erklärt Rhyner. Das sei zwar ärgerlich, aber dennoch betont er: «Meine Leistungen sind eigentlich gut, die Belohnung kann ich aber nicht immer abholen.»

Aufwärtstrend

Seine Geduld zahlt sich dabei aus. Dass es auch anders geht, hat der Urdorfer bereits mehrere Male bewiesen. «Ich hatte zwei bis drei gute Rennen in dieser Saison», betont Rhyner. Eines davon in Tartu, Estland. Beim Europacup-Rennen vor einem Monat belegte er den neunten Rang. Noch besser erging es dem 24- Jährigen am Frauenfelder Triathlon, wo er sich im Mai den zweiten Platz sicherte. «Die Saison geht noch bis im Oktober. Ich bin zuversichtlich, dass ich bis dann noch einige weitere gute Resultate erzielen werde», gibt sich der Limmattaler zuversichtlich.

Nach intensiven Trainingseinheiten – unter anderem auch ein Trainingslager in Davos – geht es nun für Rhyner darum, sich für die zweite Saisonhälfte in Topform zu bringen. «Nun stehen noch zwei bis drei Europacup-Rennen und ein bis zwei Weltcup-Rennen auf dem Programm», erklärt der 24- Jährige. Dort möchte er noch einmal an seine Leistungen anknüpfen und ein paar gute Resultate einfahren. «Ich strebe im Weltcup die Top-15 an», sagt der Urdorfer optimistisch.

Siegpremiere in Riga

Um weiterhin Fortschritte im Training zu erzielen, ist Routine gefragt. Neben seiner 10%-Stelle, trainiert Rhyner täglich. An den Wochentagen im Trainingszentrum in Wallisellen mit seinem Trainer und anderen Spitzenathleten wie Sven Riederer, am Wochenende zu Hause. Drei bis vier Trainingseinheiten pro Tag warten auf den Limmattaler und seinen Trainer Grosse. Am Morgen steht als erstes stets Schwimmen auf der Tagesordnung. Danach kommt je nach Trainingsschwerpunkt Laufen, Radfahren oder Krafttraining zum Zug. Seine Stärken sieht er vor allem im Radfahren und in einer guten Grundgeschwindigkeit. Dennoch geht es nun darum, «sich grundsätzlich überall Fortschritte zu erarbeiten», so der 24-Jährige.

Diese Fortschritte waren am Europacup-Rennen in Riga zu sehen, wo Rhyner seinen ersten Saisonsieg feiern konnte.

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