Tennis
Terminkollision verhindert Treffen der Cracks

Heute beginnt die 47. Ausgabe der Limmattaler Tennismeisterschaften. Nicht mit dabei sind die nationalen Spitzenspieler. Das N-Turnier musste abgesagt werden.

Fabio Baranzini
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Alexander Sadecky.

Alexander Sadecky.

Keystone

In der Theorie hatte sich alles so schön angehört. Die Verantwortlichen der Limmattaler Tennismeisterschaften haben sich – nachdem es im Vorjahr ein Exhibitionsmatch mit den beiden nationalen Spitzenspielern Alexander Sadecky und Raphael Lustenberger zu bestaunen gab – entschieden, in diesem Jahr wieder ein N-Turnier zu organisieren.

Das Zugpferd wäre der ehemalige Würenloser Tennisprofi Alexander Sadecky gewesen, der selbst mitgespielt und auch geholfen hätte, einige andere Topcracks ins Limmattal zu locken. Doch was sich in der Theorie gut angehört hat, hat in der Praxis nicht funktioniert.

Zu starke Konkurrenz

Nicht etwa, weil Sadecky sein Wort nicht gehalten hätte oder weil die Organisatoren die nötigen Sponsoren und Preisgelder nicht hätten aufbringen können, sondern es war eine Terminkollision, die dem N-Turnier im Limmattal das Genick gebrochen hat. «Wir haben nicht realisiert, dass in diesem Jahr die NLA-Interclubsaison eine Woche später stattfindet», so OK-Mitglied Philip Stuhner. «Traditionsgemäss findet direkt in der Woche nach dem Interclub das Bodensee Open in Egnach statt, das mit 50'000 Franken Preisgeld lockt. Wegen der Verschiebung der Interclubsaison ist unser N-Turnier auf dasselbe Wochenende gefallen wie das Turnier in der Ostschweiz.»

Und mit dem Bodensee Open, das neben dem hohen Preisgeld in der Tennisszene seit mehreren Jahren einen hervorragenden Ruf geniesst und die Spitzenspieler auch mit Gratis-Hotelübernachtungen anlockt, können die Organisatoren der Limmattaler Meisterschaften nicht mithalten. «Das ist eine Nummer zu gross für uns, da müssen wir ehrlich sein. Ein Turnier wie das Bodensee Open können wir nicht konkurrenzieren», so Stuhner.

Im OK fasste man daher den Entscheid, das N-Turnier in diesem Jahr komplett abzusagen und auch auf ein Exhibitionsmatch zu verzichten. Für die Zukunft ist das N-Turnier aber noch nicht definitiv vom Tisch. «Wir werden nach der diesjährigen Ausgabe des Turniers darüber entscheiden, ob es im nächsten Jahr ein N-Turnier geben wird. Jetzt haben wir aber zuerst noch alle Hände voll zu tun mit dem bevorstehenden Turnier», sagt Stuhner.

Gutes Tennis gibts trotzdem

In der Tat, denn bereits heute stehen die ersten Matches auf dem Programm und am Wochenende werden die ersten Sieger gekürt. Die Organisatoren greifen dabei auf das bewährte Konzept aus dem Vorjahr zurück: Am ersten Wochenende werden die schwächeren Konkurrenzen bereits zu Ende gespielt, wobei sich die besten Spieler für die höher eingestuften Konkurrenzen am zweiten Wochenende qualifizieren können.

Während zwölf Tagen kämpfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer um die Titelehren an der 47. Ausgabe der Limmattaler Tennismeisterschaften. Auch wenn das N-Turnier in diesem Jahr nicht stattfindet, sind einige starke Spieler mit von der Partie. So zum Beispiel der frühere N2-Crack Marc P. Schärer (N4, 76). Gutes Tennis wird also auch in diesem Jahr geboten.

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