Tennis
Klarer Dietikoner Sieg gegen TC Schlieren

Zum Auftakt der Interclubsaison bezwingt der TC Dietikon den Lokalrivalen gleich mit 7:0.

Michel Sutter
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Der Schlieremer Mario Dorner (links) gratuliert dem Dietiker Marco Kvapil zum Sieg.

Der Schlieremer Mario Dorner (links) gratuliert dem Dietiker Marco Kvapil zum Sieg.

Michel Sutter

«Was, du hast schon vor mir mit dem Journalisten geredet?», fragt Francisco Bastias, Captain des Dietiker 45+-Herrenteams. «Was hast du zu ihm gesagt?» – «Dass ihr total schlecht seid», erwidert Rolf Lieberherr, seinerseits Captain der Schlieremer Mannschaft. Beide lachen. Die Szene hat Symbolcharakter beim Limmattaler Derby zwischen Dietikon und Schlieren an diesem Sonntagnachmittag. Man respektiert einander – sowohl auf als auch neben dem Platz. «Einige von uns haben schon beim Tennisclub Schlieren gespielt», erklärt Bastias. Sein Team ist auf diese Saison hin in die Nationalliga C aufgestiegen. Nun haben die Dietiker zum Auftakt gleich gegen Schlieren antreten müssen – und diese Aufgabe mit Bravour gemeistert. Die Hausherren haben alle ihre Partien gegen die Gäste aus Schlieren gewonnen und damit gleich sieben Siege geholt. Ein Traumeinstand in der Nationalliga C. Dennoch will man in Dietikon nicht den Boden unter den Füssen verlieren. «Unser Ziel ist der Ligaerhalt», stellt Bastias klar.

Dünne Schlieremer Personaldecke

Das ist auch das Ziel des Konkurrenten aus Schlieren, aber nicht aufgrund der 0:7-Niederlage. In Schlieren lege man den Fokus darauf, dass möglichst viele Akteure Interclub spielen können. «Schlieren hat 14 Interclubmannschaften», erklärt Lieberherr. Seine Mannschaft sei daher dünn bestückt.

In Dietikon hingegen kann Captain Bastias rotieren. «Wir haben acht Spieler, die auf einem hohen Niveau spielen», sagt er. Das habe sich bei den Aufstiegsspielen letzte Saison gezeigt, als sich Sacha Walser verletzt habe und Dietikon dennoch das entscheidende letzte Doppel gewinnen konnte. «Wir haben eine gute Breite.»

Schlieren mit dem Rücken zur Wand

Nun kann Dietikon den restlichen beiden Aufgaben gegen Wohlensee und Casino BS, jeweils auswärts, relativ entspannt entgegenblicken. Schlieren hingegen steht bereits mit dem Rücken zur Wand. «Dieses Resultat hätten wir nicht erwartet», gibt er zu. «Aber wir haben schon gedacht, dass Dietikon uns bezwingen kann.» Ein Satz, der den Respekt der beiden Kontrahenten voreinander nochmals verdeutlicht.

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