Schweizermeisterschaft
Die Rope-Skipping-Pioniere aus Dietikon

Mehr als 500 Sprünge in zwei Minuten. Das schaffen die zwei besten Rope-Skipper im Einzel des STV Dietikon Selina Giacomini und Selina Weidenmann. Damit platzierten sie sich an der Schweizermeisterschaften auf dem dritten und vierten Rang.

Irene Müller
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Die Rope-Skipperinnen aus Dietikon sind Pioniere in der Schweiz.

Die Rope-Skipperinnen aus Dietikon sind Pioniere in der Schweiz.

Zur Verfügung gestellt

Die Dietiker überzeugten auch in den Gruppendisziplinen, der sogenannten Familia Team Trophy. Gewonnen hat das Team, welches in einer bestimmten Zeit am meisten Leute durch von zwei Personen geschwungenen Seilen durchbringt. Dabei werden ein oder zwei, längere oder kürzere Seile verwendet werden. Der Meister der Variationen Dietikon konnte sich bei ganzen vier der fünf Disziplinen behaupten und gleichzeitig ebenso viele neue Rekorde aufstellen.

«Mit den Kindern trainieren wir hauptsächlich auf die Wettkämpfe hin, wir Erwachsenen setzen den Schwerpunkt eher in unseren Showauftritten», sagt Aktive und Leiterin Selina Weidenmann. Seit einiger Zeit treten die Rope-Skipper aus Dietikon an den verschiedensten Anlässen auf und machen dort eine gute Figur. Die Kombination aus Geschwindigkeit, Akrobatik und eingespielter Genauigkeit ist eine Augenweide.

Der STV Dietikon im Training.

Ein Sport mit vielen Facetten

«Wichtig für einen Rope-Skipper sind vor allem auch gute koordinative Fähigkeiten, welche sich für die Kinder meistens das am die grösste Herausforderung darstellt. Haben sie aber einmal den Dreh raus, machen sie schnell grosse Fortschritte», sagt Weidenmann stolz.

Aufmerksam auf die eher ungewöhnliche Sportart wurde der STV Dietikon durch die Organisation Feel Your Body, die Workshops anbietet, um Randsportarten zu fördern. Seither ist es ein fester Bestandteil des Vereins – zu vergleichen mit einer Gymnastik-Gruppe.
Trend oder Randsport für Frauen?

Dass das mehr als zehnköpfige Show-Team nur einen Mann in ihren Reihen hat, scheint niemanden gross zu verwundern. «Klar ist es schade, denn die Männer haben den Frauen wegen ihrer Kraft einen grossen Vorteil gegenüber den Frauen und können ganz andere Sprünge vollführen als wir. Aber vor allem Knaben spielen immer noch lieber Fussball, als Seil zu springen», erklärt Giacomini. Rope-Skipping ist längst nicht mehr die neuste und unbekannteste Sportart, trotzdem hat es noch Potenzial zur weiteren Verbreitung. «Die Schweizer Teams waren schnell zusammengetrommelt für die Schweizermeisterschaften. So viele gibt es noch nicht», fügt Weidenmann schmunzelnd hinzu.

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