Lewis Hamilton, dreifacher Weltmeister, hinkt im GP von Russland seinem Teamkollegen Valtteri Bottas und den Ferraris von Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen hinterher. Hamilton wird nur Vierter, 25 Sekunden hinter Räikkönen und mehr als 30 Sekunden vor Max Verstappen um Red Bull. «Hamilton faulenzt im Niemandsland herum», titelte die spanische Sportzeitung AS.

Hamilton fuhr ein einsames Rennen in Russland.

Hamilton fuhr ein einsames Rennen in Russland.

Doch was war mit Hamilton los? Wieso fuhr er so langsam? War er mit dem falschen Setup unterwegs? Eines ist klar: Hamiltons Mercedes überhitzte ständig. Er wurde immer wieder per Funk auf die hohen Temperaturen der Reifen und Bremsen aufmerksam gemacht.

Sein Teamkollege Bottas hatte laut Mercedes allerdings mit den gleichen Problemen zu kämpfen. Trotzdem liess er alle hinter sich. Die Rennstrecke in Sochi liegt dem Finnen. Schon zu seinen Williams-Zeiten war er in Russland top unterwegs. 2014 wurde er Dritter, 2015 schied er in der letzten Runde als Vierter aus und 2016 beendete er das Rennen auf dem vierten Platz. 

Die Bilder zum Rennen in Russland:

Hamiltons Kampf mit den Temperaturen

«Ich habe noch nie solche Probleme gehabt», erklärte Hamilton nach dem Rennen. «Ich glaube, ich hätte mit Räikkönen mithalten können, aber das Auto überhitzte ständig.» Mercedes-Aufsichtsratchef Niki Lauda war auch überrascht über Hamiltons Pace: «Ich habe nicht erwartet, dass Lewis hier so viele Probleme hat. Da muss er jetzt mit uns drüber reden, was der Grund war. Denn das eine Auto hat mit Bottas funktioniert, das gleiche Auto mit Lewis nicht.»

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel konnte mit seinem zweiten Platz seinen Abstand auf Hamilton in der Fahrer-WM von sieben auf 13 Punkte erhöhen. Bottas setzt nach seinem ersten F1-Sieg überhaupt Hamilton unter Druck, der Abstand zwischen den beiden beträgt nur zehn Punkte.