Haas' Zuversicht gründet nicht bloss auf den elf nationalen Elite-Rekorden des Schweizer Leichtathletik-Teams in diesem Sommer, dem Aufstieg in die Super League oder den Medaillen an Nachwuchs-Titelkämpfen. "Ich war noch nie mit einer so gut vorbereiteten Equipe an Weltmeisterschaften gefahren", betonte der über 60-Jährige.

"Wir sind breiter abgestützt als bisher", sagte Haas. "Sechs bis acht Athletinnen und Athleten können am Finalplatz anklopfen." Als Vorstoss in den Final wertet der Basler diesmal nicht alleine die klassische Top-8-Rangierung, sondern im Fall der technischen Disziplinen oder der Mittelstrecken auch eine Teilnahme am Final.

Haas nennt auch Namen - sogar deren neun: Im Stabhochsprung kommt für ihn neben der Olympia-Sechsten Nicole Büchler auch Angelica Moser in Frage, in den Sprints räumt er Mujinga Kambundji und Alex Wilson über 200 m die besseren Chancen ein, Kariem Hussein (400 m Hürden) und Selina Büchel (800 m) haben schon vor zwei Jahren in Peking bewiesen, dass sie durchaus in einen Endlauf stehen könnten, Fabienne Schlumpf (3000 m Steeple) darf sich Olympia-Finalistin nennen, das Potenzial von Lea Sprunger (400 m Hürden) ist unbestritten und auch die 4x100-m-Staffel der Frauen darf einen zweiten Start im Final anpeilen.