Leichtathletik
Trotz Dopingskandalen: Weltklasse Zürich meldet ausverkauften Letzigrund

Die positiven Dopingbefunde der Sprinterstars Tyson Gay und Asafa Powell bleiben für Weltklasse Zürich wirtschaftlich ohne negative Folgen. Das Diamond League-Meeting am 29. August im Zürcher Letzigrund findet vor vollen Rängen statt.

Daniel Weissenbrunner
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Garant für ein volles Stadion: Usain Bolt startet auch in diesem Jahr im Letzigrund.

Garant für ein volles Stadion: Usain Bolt startet auch in diesem Jahr im Letzigrund.

KEYSTONE

Fans und Zuschauer verzeihen und vergessen schnell. Bestes Beispiel für den Verdrängungsmechanismus ist die eben zu Ende gegangene 100. Auflage der Tour de France. Obwohl über der Radszene chronisch das Doping-Damoklesschwert schwebt, liess sich die Grande Nation die gute Laune am Event nicht verderben.

Sponsoren halten dem Anlass trotzig die Treue. Die Tour verzeichnete einen neuen Rekordumsatz. Ökonomisch zeigt sich die drittgrösste Sport-Veranstaltung der Welt äusserst robust: Wo die Tour-Räder rollen, rollen auch die Euros, die Franken und die Dollar. Für Sponsoren lohnt sich das Investment in den Radsport - Doping hin, Doping her.

Ohne unangenehme Auswirkungen bleibt der neuerliche Leichtathletik-Skandal auch für das Vorzeigemeeting «Weltklasse Zürich». Der Letzigrund wird am 29. August wie gewohnt mit 25 000 Zuschauern ausverkauft sein.

«Es ist zwar traurig, dass mit Gay und Powell zwei so prominente Sportler überführt worden sind. Auf die Nachfrage hatten die Dopingfälle keinen Einfluss», sagt Janine Geigele, Medienverantwortliche von «Weltklasse Zürich». Sponsoren halten dem Anlass die Stange. Das Hospitality-Angebot und der VIP-Bereich floriert. Und so lange Lichtgestalt Usain Bolt nichts angehaftet werden kann und er auf der Bahn seine Show zum Besten gibt, ist die Welt des Leichtathletik-Fan sowieso in Ordnung.