Mit der Einbürgerung von Abraham war gerechnet worden, nun sind die letzten Zweifel ausgeräumt. Der gebürtige Eritreer erhielt die freudige Nachricht im Trainingslager in Äthiopien, von dem er heute nach Genf zurückgekehrt. "Der Pass bedeutet mir sehr viel, denn die Schweiz ist für mich zur Heimat geworden", sagte Abraham. Der 31-Jährige wohnt seit mehr als zehn Jahren hierzulande und ist seit über drei Jahren mit einer Schweizerin verheiratet. Mit dieser hat er einen gemeinsamen Sohn.

Abraham weist im Marathon eine Bestzeit von 2:07:44 Stunden aus, erzielt beim Sieg im vergangenen Jahr in Zürich. Seit Landsmann Viktor Röthlin im Februar 2008 in Tokio 2:07:23 gelaufen ist, waren bloss zwei Europäer schneller als Abraham. Somit gehören am 17. August zwei Schweizer am EM-Marathon zum Favoritenkreis, was auch taktisch ein Vorteil sein kann. In der Teamwertung sind die Chancen auf einen Podestplatz nun ebenfalls sehr gut, werden dort doch die Zeiten der besten drei der sechs Athleten einer Nation addiert.