Leichtathletik

Schöne Jelena Isinbajewa ist der Hingucker heute Abend im Letzigrund

Zwei Jahrenach ihrem Weltrekord inZürich (5,06 m) kehrt Stabhochspringerin Jelena Isinbajewa heute in den Letzigrund zurück.

Die WM in Daegu ist Ihnen mit Rang sechs nicht nach Wunsch gelungen. Wie haben Sie das weggesteckt?

Jelena Isinbajewa: Natürlich bin ich mit meiner Leistung in Daegu nicht zufrieden. Aber meine Vorbereitung nach meiner einjährigen Pause war nicht ideal. Ich hatte Probleme mit der Achillessehne und dem Knie und brauchte zwei Monate, um mich davon zu erholen. Danach blieben mir nur noch zwei Monate für das volle Trainingsprogramm. Normalerweise brauche ich dafür ein halbes Jahr.

In welchem Bereich haben Sie noch Defizite?

Körperlich und mental bin ich wieder auf einem sehr guten Niveau. Mir fehlt nach der Pause etwas die Wettkampfpraxis, deshalb kann ich noch nicht mit der gleichen Stablänge springen wie vor zwei Jahren. Auch technisch fehlt noch ein Stück: Die einzelnen Komponenten, die es zu einem guten Sprung braucht, stimmen zwar, aber ich bringe sie noch nicht ganz zu einem Gesamtpaket zusammen. Nach der Saison werde ich nochmals viel ins Techniktraining investieren. An den Olympischen Spielen in London werde ich wieder auf meinem früheren Niveau sein.

Nach Zürich sind Sie mit guten Erinnerungen zurückgekehrt.

Zürich ist für mich sehr speziell. Vor zwei Jahren bin ich hier den aktuellen Weltrekord gesprungen. Das Stadion ist gut und das Publikum sehr freundlich und warmherzig, man fühlt sich immer gut unterstützt. Ich freue mich unglaublich auf den Wettkampf.

Was haben Sie sich dafür vorgenommen?

Ich will jeden Moment im Stadion, jeden Sprung geniessen. Das ist alles. Ich weiss nicht, wie hoch ich im Moment springen kann. Physisch und mental bin ich bereit, aber es kommt auch immer auf das Wetter und die Tagesform an.

Sie sind eine ehrgeizige Athletin. Sind Sie nicht doch ein wenig auf WM-Revanche aus?

Doch, natürlich hoffe ich, dass ich mich im Vergleich zu Daegu steigern kann – ähnlich wie 2009, als ich an der WM in Berlin scheiterte und dann ich Zürich den Weltrekord erzielte.

In zwei Jahren finden die WM in Moskau statt. Werden Sie dort noch dabei sein?

Unbedingt, das ist mein grosses Ziel. Es wird die erste Leichtathletik-WM in Russland sein. Darauf freue ich mich sehr. Ich bin überzeugt, dass wir einen perfekt organisierten Anlass erleben werden: Wir Russen streben immer das Maximum an! (sst)

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