Tadesse Abraham lief die 17,17 km zwischen Murten und Freiburg in 53:29 Minuten und liess sich bei seiner siebten Teilnahme erstmals mit dem traditionellen Olivenzweig krönen. Der Olympia-Siebte im Marathon distanzierte den Spanier Sergio Sanchez, Zweiter der Hallen-WM 2010 über 3000 m, um 45 Sekunden. «Ich habe mich perfekt vom Olympia-Marathon erholt», freute sich Abraham.

Bis zur Escalade in Genf Anfang Dezember wolle er wieder auf seinem höchsten Niveau sein. Das nächste grosse Ziel des gebürtigen Eritreers ist der London-Marathon im kommenden April. Die Konkurrenz bei den Männern war nicht ganz so stark wie in anderen Jahren, nachdem diesmal die Kenianer fehlten.

Bei den Frauen gab es sogar einen dreifachen Schweizer Erfolg. In 1:01:05 Stunde setzte sich Martina Strähl zum zweiten Mal nach 2013 durch, und das in der elftbesten je gelaufenen Zeit.

Die 29-jährige Solothurnerin distanzierte die Walliserin Laura Hrebec um gut zweieinhalb und die Zürcherin Martina Tresch um über drei Minuten. Nur Vierte wurde die Kenianerin Charity Kiprop, die Siegerin des GP Bern.

Für Strähl ist die WM 2017 in London ein Thema. «Wenn sie sich gut vom Murtenlauf erholt, wird sie vermutlich schon Ende Oktober beim Marathon in Frankfurt die WM-Limite ins Visier nehmen», verriet ihr Trainer Fritz Häni.

Letztmals hatte es 1998 durch Stéphane Schweickhardt und Franziska Rochat-Moser bei den Männern und den Frauen Schweizer Siege gegeben. (sda)

Freiburg. 83. Gedenklauf Murten - Freiburg (17,17 km). Männer: 1. Tadesse Abraham (SUI) 53:29,8. 2. Sergio Sanchez (ESP) 0:45 zurück. 3. Fikru Dadi (ETH) 1:09. Ferner: 10. Jeremy Hunt (SUI).

Frauen: 1. Martina Strähl (SUI) 1:01:05,7. 2. Laura Hrebec (SUI) 2:41. 3. Martina Tresch (SUI) 3:09. Ferner: 5. Susanne Rüegger (SUI) 3:54. 7. Daniela Aeschbacher (SUI) 4:44. 8. Laurence Yerly (SUI) 5:10.