Leichtathletik

Kein Diamond-League-Final in Zürich in diesem Jahr

In diesem Jahr werden in Zürich keine Diamond-League-Pokale verteilt

In diesem Jahr werden in Zürich keine Diamond-League-Pokale verteilt

«Weltklasse Zürich» findet in diesem Jahr wie erwartet nicht als Diamond-League-Final statt. In welcher Form sich das Leichtathletik-Meeting im September präsentieren wird, ist weiterhin offen.

Zwar dauert das bundesrätliche Verbot von Grossveranstaltungen derzeit nur bis Ende August, sodass die Durchführung vom 9. bis 11. September theoretisch möglich wäre. Angesichts der weltweiten Situation mit der Coronavirus-Pandemie macht dies aber keinen Sinn. Unklarheiten über Reisebeschränkungen, die Absichten des Weltverbandes oder Einschränkungen des Schutzkonzeptes liessen dem Veranstalter im Prinzip keine Wahl. Zürich als Diamond-League-Final wurde abgesagt.

Gleichzeitig betonte Weltklasse Zürich allerdings, dass es keinen Grund gebe, den Kopf in den Sand zu stecken. "Wir evaluieren intensiv alternative Plattformen für dieses Jahr. Spruchreif ist aber noch nichts", sagte der Mediensprecher Andreas Cueni. Fest steht einzig: Zürich führt die 24 Diamond-League-Finals 2021 und neu auch 2022 durch.

Eine erste Alternative wurde bereits ins Leben gerufen. Die Zürcher lancieren zusammen mit anderen Partnern Ende Mai den "OneMillionRun". Am 30. und 31. Mai gilt es, während 48 Stunden insgesamt 1 Million Kilometer zu laufen, jede und jeder individuell und doch gemeinsam.

Provisorischer Diamond-League-Plan

Zeitgleich mit dem Communiqué von Weltklasse Zürich publizierte die weltumspannende Serie Diamond League einen neuen Kalender für das Jahr 2020. Dieser dürfte allerdings provisorischen Charakter haben, denn die Daten, Austragungsorte oder Formate der Meetings haben in letzten Monaten mehrmals gewechselt.

In der neuen Auflistung gelten Rabat, London und Zürich als abgesagt. Alle anderen Destinationen tauchen auf, die Athletissima in Lausanne beispielsweise neu am Mittwoch, 2. September. Die Meetings an den jeweiligen Destinationen dürften kaum einer gängigen Diamond-League-Veranstaltung ähneln. Oslo, das am 11. Juni den Auftakt macht, wird als "Impossible Games" angepriesen. Die Idee: Norwegens Star Karsten Warholm, der zweifache Weltmeister über 400 m Hürden, soll einen Weltrekord-Versuch über 300 m Hürden lancieren. Oder der schwedische Weltrekordhalter im Stabhochsprung, Armand Duplantis, wird im Stadion gegen Norwegens Sondre Guttormsen antreten. Beide messen sich zudem mit Olympiasieger Renaud Lavillenie, der dann auf seiner Anlage zuhause in Frankreich springt.

Die Athletissima äusserte sich noch nicht detailliert zu ihren Plänen. Swiss Athletics und die Organisatoren der Meetings arbeiten weiterhin am Ziel, den Leichtathleten in diesem Jahr zumindest national Startmöglichkeiten zu offerieren. Wie und in welcher Form ist derzeit noch nicht klar.

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