Leichtathletik

Irene Pusterla mit mässiger Leistung in Lausanne

Irene Pusterla kam nicht auf Touren.

Irene Pusterla kam nicht auf Touren.

Die Tessiner Weitspringerin Irene Pusterla enttäuscht an der Athletissima Lausanne. Die Schweizer Rekordhalterin muss sich mit 6,45 m und Rang 6 begnügen.

Für Pusterla war es in Lausanne ein Heimspiel, studiert sie dort doch Psychologie. Deshalb hätte die Perfektionistin auf der Pontaise noch so gerne ihre Saisonbestleistung von 6,52 m verbessert. Daraus wurde nichts. Der weiteste Satz gelang ihr gleich im ersten Versuch. Danach sprang sie noch 6,37, 6,10 sowie 4,84 und verzeichnete zudem zwei Nuller. Zur B-Limite für die Weltmeisterschaften in Moskau (10. bis 18 August) fehlen ihr damit weiterhin 13 Zentimeter. Dass in Lausanne gute Leistungen möglich gewesen wären, bewiesen die Nigerianerin Blessing Okagbare (6,98), die amerikanische Olympiasiegerin und Weltmeisterin Brittney Reese (6,96) und die Britin Shara Proctor (6,92).

Lea Sprunger, die wie Pusterla im Hauptfeld starten durfte, gelang über 200 m mit 23,36 zwar eine deutliche Schweizer Saisonbestleistung (zuvor 23,66), die B-Limite für Moskau verpasste sie allerdings um sechs Hundertstelsekunden. Mit ihrer Zeit kam sie nicht über den 8. und letzten Platz hinaus - der Sieg ging an die Ukrainerin Maria Rjemjen (22,61).

Die WM-Selektion praktisch auf sicher hat dagegen Hürdensprinterin Noemi Zbären, nachdem sie am vergangenen Sonntag beim Swiss Meeting in Nottwil im Vorlauf mit 13,04 Sekunden (der B-Wert beträgt 13,10) hatte aufhorchen lassen. In Lausanne musste sie sich im Vorprogramm mit 13,31 Sekunden begnügen. Allerdings waren die Bedingungen mit einem Rückenwind von 1,9 m/s äusserst schwierig.

Starke Leistungen zeigten vor dem Hauptprogramm die Schweizer Sprinter, die vom starken Rückenwind profitierten. Mujinga Kambundji und Ellen Sprunger erzielten über 100 m persönliche Bestzeiten. Die 21-jährige Kambundji blieb bei einem Rückenwind von 1,5 m/s mit 11,50 um drei Hundertstelsekunden unter ihrer Bestmarke und stellte eine nationale Saisonbestleistung (zuvor 11,53) auf. Die Siebenkämpferin Ellen Sprunger, die am vergangenen Sonntag im Mehrkampf-Europacup die WM-B-Limite übertroffen hatte, verbesserte ihre Bestzeit gleich um drei Zehntel. Bei den Männern gelang Reto Amaru Schenkel bei einem Rückenwind von 1,7 m/s in 10,31 ebenfalls eine Schweizer Saisonbestleistung (zuvor 10,40).

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