Bei seinem Titelgewinn an den Europameisterschaften in Zürich war Hussein mit 48,96 erstmals in seiner Karriere unter der 49-Sekunden-Marke geblieben. Knapp zwei Wochen später lief er abermals im Letzigrund bei Weltklasse Zürich 48,70 - und nun folgte beim alle vier Jahre stattfindenden Vergleichswettkampf zwischen Europa, Amerika, Afrika und Asien/Ozeanien der nächste Leistungssprung. Nach den 48,47 trennen den angehenden Arzt nur noch gut drei Zehntel vom Schweizer Rekord, den Marcel Schelbert seit 15 Jahren mit 48,13 hält. Weltweit ist Hussein mit der in Marrakesch realisierten Leistung die Nummer 4 des Jahres. In Europa war in dieser Saison keiner schneller als der Schweizer.

Der Europameister zeigte in Marrakesch einen ausgezeichneten Lauf, bei dem er seinen Rhythmus optimal durchziehen konnte. Geschlagen geben musste er sich einzig dem Südafrikaner Cornel Fredericks. Hussein liess unter anderen Javier Culson aus Puerto Rico, den schnellsten Athleten in diesem Jahr, und den Esten Rasmus Mägi, den bisherigen Leader in der europäischen Bestenliste 2014, hinter sich.