Erstmals seit fast drei Jahren stand Pusterla im Rahmen der Diamond League wieder einmal im Ausland im Einsatz. Im Stade de France gelang der 26-Jährigen ein ordentlicher Wettkampf, allerdings blieb sie mit 6,57 m drei Zentimeter unter ihrer Saisonbestweite. Der Sieg ging mit 6,92 m an die Lokalmatadorin Eloyse Lesueur.

Einen französischen Sieg gab es erwartungsgemäss auch im Stabhochsprung der Männer. Renaud Lavillenie überquerte im ersten Anlauf 5,70 m, scheiterte anschliessend jedoch dreimal an der Höhe von 5,83. Nichtsdestotrotz ist der 27-jährige Olympiasieger im Diamond Race bereits nicht mehr einzuholen.

Für die Topleistungen des Abends zeichneten in Paris die Hürdensprinterinnen und Hürdensprinter verantwortlich. Sowohl Hansle Parchment (Jam) bei den Männern (12,94) als auch Dawn Harper-Nelson (USA) bei den Frauen (12,44) realisierten eine Jahresweltbestzeit.

Für Jahresweltbestleistungen sorgten auch die Kenianer Asbel Kiprop über 800 m (1:43,34) und Edwin Cheruiyot Soi über 5000 m (12:59,82) sowie die seit 2013 für Holland startende gebürtige Äthiopierin Sifan Hassan über 1500 m (3:57,00).

Über 400 m Hürden der Männer, jener Disziplin neben dem Stabhochsprung setzte sich Michael Tinsley durch. Der Olympia-Zweite aus den USA verwies den Südafrikaner Cornel Fredericks und Javier Culson aus Puerto Rico in 48,25 dank starken finalen 50 Metern auf die Ehrenplätze.

Im 400-m-Rennen der Frauen kassierte Novlene Williams-Mills die erste Saison-Niederlage im Rahmen der "Diamanten-Liga". Die 32-Jährige musste sich nach ihren Siegen in Schanghai, Eugene und Oslo der Olympiasiegerin Sanya Richards-Ross (USA/50,10) und ihrer jamaikanischen Landsfrau Stephenie Ann McPherson geschlagen geben.

Weiterhin nicht auf Touren kommt in dieser Saison Shelly-Ann Fraser-Pryce. Die letztjährige Weltmeisterin musste sich über die halbe Bahnrunde mit 22,63 und Platz 5 begnügen. Den Sieg sicherte sich die Nigerianerin Blessing Okagbare (22,32) vor Allyson Felix (USA/22,34).