Lange sah es sogar nach einem ersten russischen Dreifach-Erfolg an dieser Heim-WM aus. Die auf dem dritten Platz liegende Vera Sokolowa wurde jedoch 500 Meter vor dem Ziel disqualifiziert. Lachende Dritte war die Chinesin Hong Liu. Am russischen Sieg bestand jedoch nie ein Zweifel.

Olympiasiegerin Jelena Laschmanowa musste allerdings den finalen Jubel lange erdauern. Zweimal wähnte sie sich bereits am Ziel, bremste ab und musste von den Kampfrichtern darauf aufmerksam gemacht werden, dass noch 400 respektive 200 Meter fehlten. Der Vorsprung der 21-Jährigen aus Mordovia war jedoch so gross, dass die Goldmedaille nicht gefährdet war. Mit drei Sekunden Rückstand machte die Olympia-Dritte Anissja Kirdjapkina den Doppelsieg perfekt.

Die Tessinerin Laura Polli beendete das Rennen in neuer persönlicher Bestzeit von 1:34:07 auf Platz 36 von 57 Klassierten, Schwester Marie als 49. (1:36:31). "Ich erbrachte den Beweis, dass ich den Startplatz hier verdient habe", sagte Laura Polli, die ihre persönlicher Bestzeit um rund eine Minute senkte. "Ein Traum ist wahr geworden. Ich habe sehr viel Zeit investiert. Es war mein Tag", fügte sie hinzu. Marie Polli bekundete zu Beginn etwas Mühe mit der Atmung. Sie kam erst in der zweiten Hälfte richtig im Rennen an. Die letzten zehn Kilometer absolvierte sie in 47:30 Minuten, für die erste Hälfte benötigte sie deren 49.