Leichtathletik

Gay überzeugt in Lausanne mit 9,79

Tyson Gay nach seinem 9,79-Lauf mit den Siegerblumen in Lausanne.

Tyson Gay nach seinem 9,79-Lauf mit den Siegerblumen in Lausanne.

Tyson Gay wurde seiner Reputation bei der Athletissima Lausanne gerecht. Der Amerikaner siegte über 100 m in 9,79 Sekunden.

Da die Bedingungen aufgrund des starken Rückenwindes - im Hauptrennen über 100 m war dieser mit 2,0 m/s gerade noch zulässig - nicht viel besser hätten sein können und sich Gay in einer guten Form befindet, war gar noch eine etwas bessere Zeit erwartet worden. Doch auch die 9,79 konnten sich sehen lassen - nur Gay selber war in diesem Jahr mit 9,75 schneller gewesen. Gay wurde von Asafa Powell lange hart gefordert, am Ende musste sich der Jamaikaner um neun Hundertstelsekunden geschlagen geben. Mit Michael Rodgers (USA/9,96) und Kim Collins (St. Kitts & Nevis/9,97) blieben zwei weitere Sprinter unter zehn Sekunden.

Für das Highlight auf der Pontaise sorgte Hochspringer Bogdan Bondarenko. Der 23-jährige Ukrainer übersprang im dritten Versuch 2,41 m. Damit verbesserte er die Jahresweltbestleistung von Mutaz Essa Barshim (Kat) um einen Zentimeter. Höher waren zuvor erst der Kubaner Javier Sotormayor (2,45) und der Schwede Patrik Sjöberg (2,42) gesprungen. Auf der Weltrekordhöhe von 2,46 m scheiterte Bondarenko dreimal. Es sah allerdings so aus, als wäre diese Höhe für ihn durchaus machbar.

Eine weitere Jahresweltbestleistung gelang dem amerikanischen Hürdensprinter David Oliver mit 13,03 Sekunden. Das Kraftpaket triumphierte vor vier Teamkollegen und entthronte Hansle Parchment (Jam/13,05) als Saisonschnellsten. Oliver, der als "Holzfäller“ gilt, riss diesmal nur eine Hürde um.

Die dritte Jahresweltbestleistung erzielte die kroatische Diskuswerferin Sandra Perkovic. Die Olympiasiegerin übertraf mit 68,96 die eigene Bestmarke um 48 Zentimeter. Damit wahrte Perkovic ihre Ungeschlagenheit in diesem Jahr - sie hat nun elf der letzten zwölf Diamond-League-Wettkämpfe für sich entschieden. Auch die zweitplatzierte Kubanerin Yarelis Barrios überzeugte mit 67,36.

Wie Perkovic weist auch die schwedische 1500-m-Läuferin Abeba Aregawi im Diamond Race nach fünf Rennen das Punktemaximum auf. Die beiden haben damit den zweiten Gesamtsieg in Folge auf sicher - ausser, wenn sie beim Finale in Brüssel nicht starten.

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